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Clickjacking

oder auch UI-Redressing

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 05.11.2026

Clickjacking ist ein Angriff, bei dem der Nutzer auf etwas anderes klickt, als er zu sehen glaubt. Die Seite, die den Klick erhält, liegt unsichtbar über oder unter dem, was er sieht.

Clickjacking

Ein Angriff, bei dem der Nutzer auf etwas anderes klickt, als er zu sehen glaubt.
Beispiel: „Das Clickjacking lief über eine durchsichtige Ebene über dem harmlosen Knopf.“

Auch: UI-Redressing. Die Spielart mit Tastatureingaben statt Klicks heißt Keyjacking.

Abgrenzung zum Phishing: Dort wird eine Seite nachgebaut. Beim Clickjacking ist die echte Seite eingebettet, und genau deshalb fällt nichts auf.

Wie Clickjacking funktioniert

Über einen eingebetteten Rahmen und etwas Gestaltung. Der Angreifer lädt die echte Zielseite in einen durchsichtigen Rahmen und legt sie genau über einen Knopf, den der Nutzer aus einem anderen Grund drücken will. Der Klick landet in der echten Seite, in der der Nutzer angemeldet ist, und löst dort aus, was der Angreifer vorbereitet hat: eine Freigabe, eine Bestätigung, eine Änderung an den Einstellungen.

Welche zwei Kopfzeilen den Angriff verhindern

Die Anweisung frame-ancestors in der Content Security Policy und die ältere Kopfzeile X-Frame-Options. Beide sagen dem Browser, wer die Seite einbetten darf; frame-ancestors 'none' verbietet es vollständig. Die ältere Kopfzeile steht noch wegen alter Browser daneben, maßgeblich ist heute die erste.

Welche Seiten das wirklich brauchen

Jede, auf der sich mit einem Klick etwas auslösen lässt. Das sind Formulare für Freigaben, Einstellungen von Konten, Bestätigungsdialoge und alles im Verwaltungsbereich. Weil die Kopfzeile nichts kostet und nichts kaputt macht, gehört sie in die Grundausstattung jeder Website, siehe Security Headers; Ausnahmen bekommt nur, was absichtlich eingebettet werden soll.

Siehe auch:

Same-Origin-Policy

Die Grundregel des Browsers, nach der Skripte nur auf ihre eigene Herkunft zugreifen dürfen.

#Web-Security

Security Headers

HTTP-Header, mit denen eine Seite dem Browser Sicherheitsregeln für ihre Anzeige mitgibt.

#Web-Security

Content Security Policy (CSP)

Eine Regel im HTTP-Header, die dem Browser sagt, aus welchen Quellen er etwas laden darf.

#Web-Security

CSRF (Cross-Site Request Forgery)

Ein Angriff, bei dem der Browser eines angemeldeten Nutzers ungewollt eine Aktion auslöst.

#Web-Security

Session Hijacking

Die Übernahme einer laufenden Sitzung mit einem gestohlenen Sitzungsmerkmal.

#Web-Security

Phishing

Der Versuch, Zugangsdaten mit einer gefälschten Nachricht und einer nachgebauten Anmeldeseite abzugreifen.

#Web-Security