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Arbeitsverzeichnis (Git)

oder auch Arbeitskopie, Working Directory, Working Tree

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 30.10.2026

Das Arbeitsverzeichnis ist der Ordner mit den Dateien, an denen du gerade arbeitest, in genau dem Zustand, in dem dein Editor sie zeigt. Es ist der einzige der vier Orte in Git, den du direkt siehst und anfassen kannst.

Arbeitsverzeichnis

Der Ordner mit den Dateien, an denen du gerade arbeitest.
Beispiel: „Im Arbeitsverzeichnis stehen drei geänderte Dateien, vorgemerkt ist noch keine.“

Auch: Working Tree, Working Directory, Arbeitskopie.

Abgrenzung zum Repository: Das Repository hält die Geschichte und liegt im Ordner .git. Das Arbeitsverzeichnis ist alles daneben, also der aktuelle Stand zum Anfassen.

Was Git im Arbeitsverzeichnis unterscheidet

Vier Kästen nebeneinander: Arbeitsverzeichnis, Staging Area, lokales Repository und Remote. Dazwischen zeigen Pfeile nach rechts add, commit und push, darunter nach links fetch, pull und clone.
Wer die vier Orte vor Augen hat, liest jeden Befehl als Richtung.

Drei Zustände. Unverändert heißt, die Datei entspricht dem letzten Commit. Geändert heißt, sie weicht davon ab und ist noch nicht vorgemerkt. Vorgemerkt heißt, sie liegt in der Staging Area und kommt in den nächsten Commit.

Dazu kommt ein vierter Fall: unversionierte Dateien, die Git noch nie gesehen hat. Sie bleiben außen vor, bis sie ausdrücklich aufgenommen werden.

Warum das Arbeitsverzeichnis der unsicherste Ort ist

Weil Git dort nichts festhält. Was du änderst und nicht vormerkst, existiert nur als Datei auf deiner Festplatte. Ein versehentliches Zurücksetzen oder ein verworfener Stand ist weg, und zwar endgültig.

Deshalb gilt die Faustregel, lieber öfter zu committen als seltener. Alles, was einmal in der Geschichte steht, lässt sich wiederfinden; alles davor nicht.

Wie man das Arbeitsverzeichnis sauber hält

Mit einer Datei .gitignore, die beschreibt, was Git ignorieren soll. Ohne sie listet jeder Statusaufruf Dutzende erzeugter Dateien auf, und zwischen diesem Rauschen übersieht man die eigenen Änderungen.

Hinein gehören die Ordner der Abhängigkeiten, die Ausgabeverzeichnisse der Toolchain und alles, was nur auf deinem Rechner gilt. Was dort steht, taucht in keinem Status und in keinem Commit mehr auf.

Siehe auch:

Git

Das Werkzeug, das jede Änderung an einem Projekt festhält und mehrere Stände nebeneinander erlaubt.

#Deployment & Versionierung

Staging Area

Die Vormerkliste für das, was in den nächsten Commit soll.

#Deployment & Versionierung

Repository

Der Ort, an dem ein Projekt samt seiner gesamten Geschichte liegt.

#Deployment & Versionierung

Commit

Ein festgehaltener Stand des Projekts, mit Zeitpunkt, Urheber und Begründung.

#Deployment & Versionierung

Clone (Git)

Das erstmalige Holen eines Repositorys samt seiner gesamten Geschichte.

#Deployment & Versionierung

IDE (Integrierte Entwicklungsumgebung)

Vereint Editor, Übersetzer, Fehlersuche und Versionsverwaltung in einem Fenster.

#Deployment & Versionierung #Programmiersprachen