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AGENTS.md

oder auch Agenten-Anweisungsdatei, CLAUDE.md

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 18.10.2026

AGENTS.md ist eine Datei im Projektverzeichnis, in der die Regeln für KI-Agenten stehen, die in diesem Projekt arbeiten. Ein Agent liest sie beim Start und richtet sich danach, so wie ein neuer Mitarbeiter die Hausordnung liest.

AGENTS.md

Eine Datei im Projekt, in der die Regeln für KI-Agenten stehen, die darin arbeiten.
Beispiel: „In der AGENTS.md stand, welcher Befehl die Tests startet, und der Agent hörte auf, es zu erraten.“

Was hineingehört: die Befehle für Bauen, Testen und Formatieren, die geltenden Schreibweisen im Code, die Verzeichnisstruktur und eine Liste dessen, was nicht angefasst werden darf.

Das Dateiformat ist einfacher Text mit Überschriften. Mehrere Werkzeuge lesen inzwischen diese Datei oder eine gleichartige unter anderem Namen; die Form hat sich 2025 durchgesetzt.

Warum sie den größten Unterschied macht

Weil sie Rückfragen und Fehlversuche abschafft. Ein Agent ohne diese Datei probiert aus, welcher Befehl die Tests startet, legt Dateien an der falschen Stelle an und erfindet Schreibweisen, die im Projekt nicht gelten. Jeder dieser Fehlversuche kostet Zeit und Geld, siehe Kosten je Aufgabe, und alle verschwinden mit zwanzig Zeilen in einer Datei.

Warum sie kurz bleiben muss

Weil sie bei jedem Lauf mitgelesen wird. Eine Datei von zehn Seiten füllt den Kontext, bevor die Arbeit anfängt, und ein Modell übergeht in langen Anweisungen einzelne Punkte. Brauchbar sind eine bis zwei Seiten mit dem, was wirklich gilt; alles Weitere gehört in die Dokumentation, auf die die Datei verweist.

Was hineingehört, das niemand hineinschreibt

Die Verbote. Welche Verzeichnisse nicht angefasst werden, welche Befehle nie laufen dürfen, welche Daten nicht gelesen werden sollen: Diese Zeilen entstehen erst, nachdem ein Agent einmal etwas getan hat, das niemand wollte. Wer eine solche Datei neu anlegt, schreibt sie besser gleich mit.

Wie wir sie pflegen

Als Teil des Projekts, mit Änderungen im Verlauf. Die Datei liegt in der Versionsverwaltung, jede Ergänzung ist nachvollziehbar, und sie wird ergänzt, wenn ein Agent dieselbe Frage zum zweiten Mal stellt. Nach einigen Wochen steht darin genau das, was im Kopf der Beteiligten ohnehin gilt, und das ist der eigentliche Gewinn.

Siehe auch:

Coding-Agent

Ein KI-Agent, der selbstständig Code liest, schreibt, ausführt und prüft.

#Künstliche Intelligenz (KI)

System-Prompt

Die Anweisung, die vor dem Gespräch gesetzt wird und für jede Antwort darin gilt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Agentic Coding (Agentische Programmierung)

Programmieren, bei dem ein KI-Agent die Schritte selbst ausführt und der Mensch Auftrag und Abnahme übernimmt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Werkzeug-Freigabeliste (Tool Allowlist)

Die Festlegung, welche Werkzeuge ein KI-Agent ohne Rückfrage benutzen darf.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Prompt-Bibliothek

Eine geordnete Sammlung erprobter Prompts, auf die ein Team wiederholt zugreift.

#Künstliche Intelligenz (KI)

LLMOps

Der Betrieb von Anwendungen mit Sprachmodellen als eigene Disziplin, von der Abnahme bis zur Überwachung.

#Künstliche Intelligenz (KI)