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Agentic Coding (Agentische Programmierung)

oder auch Agentische Programmierung, Agentisches Programmieren

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 18.10.2026

Agentic Coding ist Programmieren, bei dem ein KI-Agent die Schritte selbst ausführt: Dateien lesen, ändern, Tests starten, Fehler beheben. Der Mensch formuliert den Auftrag, beantwortet Rückfragen und nimmt das Ergebnis ab.

Agentic Coding (Agentische Programmierung)

Programmieren, bei dem ein KI-Agent die Schritte selbst ausführt und der Mensch Auftrag und Abnahme übernimmt.
Beispiel: „Beim Agentic Coding dauerte der Umbau zwei Stunden statt zwei Tagen, und die Abnahme war die eigentliche Arbeit.“

Der Unterschied zur Vervollständigung im Editor: Dort schlägt das Modell Zeilen vor, die ein Mensch übernimmt. Hier arbeitet es selbständig über viele Schritte und prüft sein Ergebnis selbst.

Voraussetzungen im Projekt: Tests, die durchlaufen, ein Befehl zum Starten, siehe AGENTS.md, und eine Versionsverwaltung, in der sich jeder Schritt zurücknehmen lässt.

Was sich dadurch verschiebt

Der Engpass. Das Schreiben von Code ist nicht mehr der langsamste Teil; es sind die Entscheidung, was gebaut wird, und die Prüfung, ob es stimmt. Wer die Prüfung nicht verstärkt, verlagert den Fehler nur nach hinten, und er wird dort teurer. In unseren Projekten ist die Zeit für Durchsicht und Tests nach der Umstellung gestiegen und die Gesamtzeit trotzdem gesunken.

Wo es tatsächlich trägt

Bei Arbeiten mit klarer Prüfbarkeit. Umbauten nach Muster, Tests nachziehen, eine Bibliothek austauschen, dieselbe Änderung über vierzig Dateien: Dort liefert ein Agent verlässlich, weil der Erfolg messbar ist. Bei Entwurfsentscheidungen und bei Arbeiten an schlecht verstandenem Altcode trägt es weniger.

Was Teams dabei unterschätzen

Die Lesbarkeit der Ergebnisse. Ein Agent erzeugt in zwei Stunden mehr Änderungen, als ein Mensch in zwei Stunden lesen kann, und ungelesene Änderungen sind technische Schuld mit Zinsen. Die Gegenmaßnahme ist langweilig: kleine Aufträge, kleine Änderungssätze, jeder einzeln abgenommen.

Was im Team vereinbart sein muss

Drei Dinge: wer abnimmt, wie groß ein Auftrag höchstens sein darf und ob im Änderungseintrag steht, dass ein Agent beteiligt war. Der dritte Punkt wird gern übersprungen und ist bei der Fehlersuche Monate später der nützlichste, weil er erklärt, warum eine Stelle anders aussieht als der Rest des Projekts.

Siehe auch:

Coding-Agent

Ein KI-Agent, der selbstständig Code liest, schreibt, ausführt und prüft.

#Künstliche Intelligenz (KI)

AGENTS.md

Eine Datei im Projekt, in der die Regeln für KI-Agenten stehen, die darin arbeiten.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Agentic Workflow

Ein Arbeitsablauf, in dem ein KI-Agent mehrere Schritte selbst plant und ausführt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Checkpoint (KI-Agent)

Ein gesicherter Zwischenstand, auf den ein Agentenlauf zurückgesetzt werden kann.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Werkzeug-Freigabeliste (Tool Allowlist)

Die Festlegung, welche Werkzeuge ein KI-Agent ohne Rückfrage benutzen darf.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Human in the Loop

Ein Ablauf, in dem ein Mensch an festgelegter Stelle prüft, entscheidet oder freigibt.

#Künstliche Intelligenz (KI)