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Above the Fold im Layout

oder auch Above the Fold, Sichtbarer Bereich

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 16.10.2026

Above the Fold ist der Bereich einer Seite, der ohne Scrollen sichtbar ist. Der Begriff stammt aus dem Zeitungssatz: Bei einer gefalteten Tageszeitung ist nur die obere Hälfte der Titelseite zu sehen, und dort steht die wichtigste Nachricht.

Above the Fold im Layout

Der Bereich einer Seite, der ohne Scrollen sichtbar ist.
Beispiel: „Above the Fold stehen die Überschrift, ein Satz zum Angebot und die Schaltfläche zum Termin.“

Auch: Above the Fold oder sichtbarer Bereich. Das Gegenstück heißt Below the Fold.

Abgrenzung zum Viewport: Der Viewport ist der sichtbare Ausschnitt des Fensters. Above the Fold ist der Teil der Seite, der beim ersten Aufruf in diesem Ausschnitt liegt.

Links ein stilisierter Desktop-Bildschirm mit Fuß, rechts ein Smartphone; in beiden Geräten ist der Anfang derselben Seite zu sehen, und unterhalb der Geräte läuft die Seite gestrichelt umrandet und abgeblendet weiter. Eine gestrichelte Linie am unteren Bildschirmrand markiert jeweils das Ende des ersten Bildschirms
Dieselbe Seite an zwei Geräten: Die Grenze liegt jeweils am unteren Bildschirmrand.

Wie groß der erste Bildschirm ist

Es gibt keine feste Höhe. Je nach Gerät, Fenstergröße und Browserleisten liegt die Grenze zwischen rund 550 und 950 Pixeln, auf dem Smartphone oft bei 600 bis 700. Wer eine bestimmte Höhe ausrechnet und darauf gestaltet, baut für ein Gerät statt für alle.

Dazu kommt, dass auf dem Smartphone ein Hinweisfenster zur Einwilligung häufig den ganzen ersten Bildschirm belegt. Was dahinter liegt, ist faktisch erst nach einem Klick sichtbar.

Was tatsächlich hineingehört

Drei Dinge: woran der Besucher erkennt, wo er gelandet ist, was dort angeboten wird und wie es weitergeht. Das sind in aller Regel eine Überschrift, ein bis zwei Sätze und eine Schaltfläche. Alles andere darf darunter stehen.

Technisch zählt dieser Bereich doppelt: Das größte Element darin ist meist der Largest Contentful Paint, einer der Core Web Vitals. Ein großes Hero-Bild entscheidet damit zugleich über den gemessenen Seitenaufbau.

Warum das Scrollen kein Hindernis ist

Die alte Regel, alles Wichtige müsse oben stehen, stammt aus einer Zeit, in der Scrollen ungewohnt war. Heute scrollen Besucher sofort und von selbst. Entscheidend ist, dass der erste Bildschirm zum Weiterlesen einlädt und nicht wie das Ende der Seite aussieht.

Aus unserer Arbeit an über 2.500 Website-Projekten ist der häufigste Fehler die randlose Bildfläche, die exakt den ersten Bildschirm füllt. Sie sieht aus wie die ganze Seite, und ein Teil der Besucher scrollt deshalb gar nicht erst.

Siehe auch:

Hero Section

Oberer Bereich einer Seite, der ohne Scrollen sichtbar ist und das Thema der Seite einordnet.

#Website-Struktur

Scrollen

Das Verschieben des sichtbaren Ausschnitts über einen Inhalt, der länger oder breiter ist als der Bildschirm.

#Benutzererfahrung (UX)

Teaser

Angerissener Vorgeschmack auf einen Inhalt, der auf die vollständige Seite führt.

#Website-Struktur

Mobile Usability

Maß dafür, wie gut sich eine Website auf einem Telefon bedienen lässt, von der Lesbarkeit bis zur Größe der Schaltflächen.

#Responsive Design #Benutzererfahrung (UX)

Startseite

Seite, die unter der Domain ohne weiteren Pfad erscheint und von dort auf die Unterseiten verteilt.

#Website-Struktur