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Zustände von Bedienelementen (Default, Hover, Active, Disabled)

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 02.09.2026

Bedienelemente haben mehrere Zustände, die zeigen, was gerade möglich ist: den Normalzustand, den Hover-Zustand beim Überfahren, den Aktiv-Zustand im Moment des Klicks und den deaktivierten Zustand, wenn eine Aktion nicht zur Verfügung steht. Dazu kommen Fokus und Ladezustand.

Zustände von Bedienelementen

Die verschiedenen Darstellungen, die ein Button, ein Formularfeld oder ein Link je nach Situation annimmt, um seinen Status erkennbar zu machen.
Beispiel: „Der Button fehlt im deaktivierten Zustand, deshalb klickt jeder zweimal.“

Auf Englisch: interface states oder component states. Die einzelnen Zustände heißen default, hover, focus, active, disabled und loading.

Derselbe Button in sechs Zuständen: Default, Hover, Focus mit Rahmen, Active, ausgegraut als Disabled und mit Ladeanzeige als Loading
Sechs Zustände desselben Buttons. Default, Hover und Active unterscheiden sich in der Farbe, Focus zeigt zusätzlich einen Rahmen für die Bedienung per Tastatur.

Die einzelnen Zustände

Zustand

Wann er auftritt

Was er zeigen muss

Default

Der Normalfall ohne Einwirkung

Dass das Element bedienbar ist

Hover

Der Mauszeiger steht darauf

Dass ein Klick etwas auslöst

Focus

Das Element ist per Tastatur angesteuert

Wo man sich gerade befindet

Active

Der Moment des Klicks oder Tipps

Dass die Eingabe angekommen ist

Disabled

Die Aktion steht nicht zur Verfügung

Dass ein Klick nichts bewirkt, und möglichst warum

Loading

Nach dem Klick, während gearbeitet wird

Dass etwas passiert und man warten soll

Nicht jedes Element braucht alle sechs. Ein einfacher Textlink kommt mit Default, Hover und Focus aus. Ein Button, der eine Bestellung auslöst, braucht dagegen auch Active und Loading, weil sonst niemand weiß, ob der Klick angekommen ist.

Warum der Fokus-Zustand nicht wegfallen darf

Wer eine Website mit der Tastatur bedient, sieht nur am Fokus, wo er sich befindet. Fehlt die Markierung, ist die Seite blind bedienbar und damit nicht barrierefrei. Der Browser bringt eine Standardmarkierung mit, die in vielen Projekten aus gestalterischen Gründen entfernt wird, ohne dass ein Ersatz kommt.

Nötig ist eine sichtbare Markierung mit ausreichendem Kontrast, die auch auf farbigen Flächen erkennbar bleibt. Seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz ist das für viele Anbieter außerdem eine rechtliche Anforderung und keine Frage des Geschmacks mehr.

Wo die Zustände festgehalten werden

Zustände gehören ins Design System, wo sie einmal für alle Seiten festgelegt werden. Ein Button wird einmal mit allen seinen Zuständen angelegt, danach greift jede Seite darauf zu. Genau an dieser Stelle scheitern viele Projekte: Im Entwurf existiert nur der Normalzustand, alles Weitere entsteht während der Entwicklung nach Gefühl und fällt danach je Seite unterschiedlich aus.

Siehe auch:

Interaktionsdesign

Die Gestaltung des Verhaltens einer Oberfläche: der Reaktionen auf Eingaben, der Zustände dazwischen und der Rückmeldungen.

#Webdesign-Grundlagen

Hover-Zustand

Die Darstellung eines Bedienelements, solange der Mauszeiger darauf ruht, ohne dass geklickt wurde.

#Webdesign-Grundlagen

Design System

Gepflegte Sammlung aus Gestaltungsregeln, wiederverwendbaren Bausteinen und deren Dokumentation für alle Oberflächen einer Marke.

#Webdesign-Grundlagen

Dark Mode

Darstellung einer Oberfläche mit dunklem Hintergrund und hellem Text, als Alternative zur hellen Standarddarstellung.

#Webdesign-Grundlagen

Shop-Design

Die Gestaltung eines Onlineshops entlang des Wegs vom Einstieg über die Produktauswahl bis zum Kaufabschluss.

#Webdesign-Grundlagen