Volume-Level Encryption ist die Verschlüsselung eines einzelnen Datenträgerbereichs statt des ganzen Geräts. Der Bereich kann eine Partition sein oder eine Datei, die wie ein Laufwerk eingebunden wird.
- Volume-Level Encryption
Die Verschlüsselung eines einzelnen Datenträgerbereichs statt des ganzen Geräts.
Beispiel: „Volume-Level Encryption schützt hier nur die Datenbank, das Betriebssystem daneben bleibt unverschlüsselt.“Auch: Containerverschlüsselung, wenn der Bereich eine Datei ist, die sich als Laufwerk einbinden lässt.
Abgrenzung zur Full Disk Encryption: Die nimmt den ganzen Datenträger samt Betriebssystem. Hier bleibt der Rest unverschlüsselt.
Was Volume-Level Encryption von der ganzen Platte unterscheidet
Im Zeitpunkt des Entsperrens. Eine ganz verschlüsselte Platte wird beim Start einmal entsperrt und bleibt es; ein einzelner Bereich lässt sich getrennt einbinden und wieder aushängen, auch während das System läuft. Damit ist der Bereich nur so lange zugänglich, wie er gebraucht wird, und nicht für die ganze Laufzeit des Servers.
Wo sie im Serverbetrieb vorkommt
Dort, wo ein Teil der Daten besonders schützenswert ist. Üblich ist ein eigener verschlüsselter Bereich für die Datenbank, für Sicherungen oder für ein Verzeichnis mit Unterlagen, während Betriebssystem und Anwendungen unverschlüsselt bleiben. Bei gemieteten Servern kommt dazu, dass der Anbieter an den Datenträger herankommt, der Bereich aber verschlüsselt ist, solange er nicht eingebunden ist.
Was dabei zu beachten ist
Vor allem, wo der Schlüssel liegt. Ein Bereich, der beim Start automatisch eingebunden wird, braucht den Schlüssel auf demselben Gerät; damit ist der Schutz gegen den Anbieter dahin, und es bleibt der Schutz gegen den ausgebauten Datenträger. Wer mehr will, muss den Schlüssel beim Start von außen zuführen, und das verträgt sich schlecht mit einem Neustart um drei Uhr nachts.