Ein Entwurf im CMS ist ein gespeicherter Stand eines Inhalts, der noch nicht öffentlich sichtbar ist. Er erlaubt, an einem Text über mehrere Tage zu arbeiten, ohne dass Besucher Zwischenstände sehen.
- Entwurf (CMS)
Ein gespeicherter Stand, der noch nicht veröffentlicht ist.
Beispiel: „Der Artikel liegt als Entwurf im System und geht am Dienstag live.“Auch: Draft. Das englische Wort bezeichnet ursprünglich den Rohriss einer Zeichnung.
Zwei Spielarten: ein völlig neuer Inhalt, den es öffentlich noch nicht gibt, und ein geänderter Stand einer Seite, die bereits live ist.
Warum die zweite Spielart die schwierigere ist
Weil zwei Stände desselben Inhalts nebeneinander existieren müssen: der veröffentlichte, den Besucher sehen, und der bearbeitete, an dem die Redaktion arbeitet. Nicht jedes System kann das. Wo es fehlt, ist jede Änderung an einer Live-Seite sofort öffentlich, und längere Überarbeitungen finden in Word statt.
Systeme, die es können, zeigen beim Öffnen einer Seite an, dass ein abweichender Entwurf vorliegt. Die Vorschau greift dann auf diesen Stand zu, während die öffentliche Seite unverändert bleibt.
Wie Entwürfe und Freigabe zusammenspielen
Der Entwurf ist der Zustand, der Redaktions-Workflow der Weg daraus heraus. In kleinen Teams genügt meist ein Schalter zwischen Entwurf und veröffentlicht. Sobald jemand gegenliest, kommt ein Zwischenschritt dazu: zur Freigabe vorgelegt.
Wichtig ist dabei weniger die Zahl der Stufen als die Frage, wer merkt, dass etwas wartet. Ein Entwurf, der auf Freigabe wartet und niemandem auffällt, bleibt liegen; eine Benachrichtigung oder eine sichtbare Liste im Einstieg löst das.
Was Entwürfe für Suchmaschinen bedeuten
Nichts, solange sie unveröffentlicht sind: Sie stehen nicht in der Sitemap und liefern beim direkten Aufruf einen 404 oder eine Weiterleitung zum Login. Problematisch wird es, wenn ein System Entwürfe unter einer öffentlich erratbaren Adresse ausliefert.
Deshalb gehört zu jedem Relaunch eine Probe: Einen Entwurf anlegen, die Adresse abmelden und im privaten Fenster aufrufen. Wer dabei den Inhalt sieht, hat eine Lücke, die auch ein Crawler findet.