Die Sprachauszeichnung sagt Browsern und Hilfsmitteln, in welcher Sprache ein Text verfasst ist. Sie entscheidet über die Aussprache beim Vorlesen und über die Silbentrennung.
- Sprachauszeichnung (lang-Attribut)
Attribut, das die Sprache des Inhalts angibt.
Beispiel: „Die Sprachauszeichnung steht am Root-Element und gilt von dort abwärts.“Auch: lang-Attribut, Dokumentsprache.
Wo sie steht
Am html-Element, denn von dort erbt sie an alles darunter. Die Spezifikation empfiehlt Autoren das ausdrücklich, damit Sprachwerkzeuge die Dokumentsprache erkennen.
<html lang="de">
…
<p>Unser <span lang="en">Content Audit</span> prüft alle Seiten.</p>Was davon abhängt
Ein Screenreader wählt danach seine Aussprache. Ein deutscher Text mit englischer Sprachangabe wird mit englischen Lautregeln vorgelesen und ist praktisch unverständlich. Das ist einer der Fehler, die mit einem Zeichen behoben sind und ohne Hilfsmittel nie auffallen.
Die Silbentrennung im Browser richtet sich ebenfalls danach, ebenso die Anführungszeichen, die CSS automatisch setzen kann, und Rechtschreibprüfungen in Formularfeldern.
Region und Schreibweise
Die Angabe folgt einem eigenen Standard für Sprachkennungen. Neben der Sprache lässt sich eine Region ergänzen, etwa für österreichisches oder Schweizer Deutsch. Für die meisten Websites reicht die zweibuchstabige Sprache; die Region lohnt dort, wo sich Rechtschreibung oder Begriffe unterscheiden.
Wenn die Sprache wechselt
Fremdsprachige Passagen bekommen ihr eigenes Attribut am umgebenden Element. Für einzelne eingebürgerte Fachwörter lohnt der Aufwand selten; bei einem ganzen Zitat oder einer zweisprachigen Seite schon.