SHA ist eine Familie von Hash-Funktionen, von denen heute SHA-2 und SHA-3 gelten. Die Abkürzung steht für Secure Hash Algorithm.
- SHA
Eine Familie von Hash-Funktionen, von denen heute SHA-2 und SHA-3 gelten.
Beispiel: „Das Zertifikat ist mit SHA-256 signiert.“Auch: Die angehängte Zahl nennt die Länge des Ergebnisses in Bit. SHA-256 liefert 256 Bit, also 64 Zeichen in der üblichen Schreibweise.
Abgrenzung der Generationen: SHA-1 ist die erste und ist gebrochen, SHA-2 die verbreitete Familie mit SHA-256 und SHA-512, SHA-3 eine nach ganz anderem Bauprinzip entwickelte Reihe.
Was die Zahlen bedeuten
Die Länge des Prüfwerts, nicht die Güte des Verfahrens. SHA-256 und SHA-512 stammen aus derselben Familie und unterscheiden sich in der Ausgabelänge; auf 64-Bit-Prozessoren ist SHA-512 sogar oft schneller. Verwirrend ist allein SHA-3: Die Zahl steht hier für die Generation, nicht für die Länge, und die Länge folgt dahinter, wie in SHA3-256.
Warum SHA-1 nicht mehr verwendet werden darf
Weil Kollisionen dafür bezahlbar geworden sind. Das BSI schreibt in der Technischen Richtlinie TR-02102-1 vom 23.01.2026, die Kosten für die Berechnung einer Kollision lägen inzwischen „größenordnungsmäßig mehrere tausend Euro“, und zieht daraus den Schluss, SHA-1 solle „niemals als sichere kryptographische Hashfunktion verwendet werden“. In Zertifikaten ist das Verfahren seit Jahren ausgemustert; in alten Skripten und Datenbanken findet es sich noch.
Welche Variante in neue Systeme gehört
SHA-256, solange nichts anderes vorgegeben ist. Es ist weit verbreitet, in jeder Sprache verfügbar und in Hardware beschleunigt. Wer besonders lange Schutzdauern braucht, nimmt SHA-512 oder SHA3-512. Für Passwörter gilt diese Empfehlung ausdrücklich nicht: Dort wäre die Geschwindigkeit von SHA ein Nachteil, siehe Passwort-Hashing.