Ein Schwachstellenscanner ist ein Programm, das Systeme automatisch auf bekannte Sicherheitslücken absucht. Er vergleicht, was er vorfindet, mit einer Liste bekannter Schwächen.
- Schwachstellenscanner
Ein Programm, das Systeme automatisch auf bekannte Sicherheitslücken absucht.
Beispiel: „Der Schwachstellenscanner läuft jede Nacht über die öffentlich erreichbaren Systeme.“Auch: Vulnerability Scanner. Unterschieden werden Scanner für Netze, für Webanwendungen und für die Bestandteile des eigenen Codes.
Abgrenzung zum Penetrationstest: Der Scanner findet Bekanntes und prüft nichts aus; der Test verkettet Befunde und führt sie vor.
Was ein Schwachstellenscanner findet
Veraltete Versionen, offene Dienste, fehlende Einstellungen. Er erkennt, welche Software in welcher Fassung antwortet, und schlägt an, wenn dazu eine Lücke bekannt ist; dazu kommen erreichbare Verwaltungsoberflächen, fehlende Kopfzeilen und Zertifikate kurz vor Ablauf. Das ist genau die Arbeit, die niemand von Hand machen will, und deshalb der sinnvolle Einstieg.
Warum Fehlalarme dazugehören
Weil der Scanner von außen schaut und selten in die Tiefe geht. Er sieht eine Versionsnummer, nicht die eingespielte Korrektur; er sieht einen offenen Port, nicht die Einschränkung dahinter. Ein Teil der Befunde ist deshalb nicht zutreffend, und genau an dieser Stelle entscheidet sich der Nutzen: Ohne jemanden, der die Liste bewertet, liefert der Scanner nur Arbeit.
Wie ein Scanner sinnvoll eingesetzt wird
Regelmäßig, auf dem eigenen Bestand und mit einer festen Zuständigkeit für die Befunde. Ein Lauf im Quartal findet weniger als ein nächtlicher, und ein Lauf ohne Nachbearbeitung findet gar nichts. Sinnvoll ist außerdem die Trennung nach Erreichbarkeit: Was aus dem Internet antwortet, wird zuerst geprüft und zuerst behoben.