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One-Hot-Encoding (One-Hot-Kodierung)

oder auch Dummy-Kodierung, One-Hot-Kodierung

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 18.10.2026

One-Hot-Encoding ist die Umwandlung einer Kategorie in eine Reihe von Ja-Nein-Spalten, je eine für jeden möglichen Wert. Ein KI-Modell rechnet mit Zahlen, und eine Angabe wie die Farbe oder das Land muss vorher in diese Form gebracht werden.

One-Hot-Encoding (One-Hot-Kodierung)

Die Umwandlung einer Kategorie in eine Reihe von Ja-Nein-Spalten, je eine für jeden möglichen Wert.
Beispiel: „Aus der Spalte mit sechs Farben wurden per One-Hot-Encoding sechs Spalten mit null und eins.“

Der Name beschreibt das Ergebnis: In jeder Zeile steht genau eine Eins, alles andere ist null. Daher auch die deutsche Bezeichnung mit dem einen heißen Wert.

Warum Durchnummerieren falsch wäre: Werte eins bis sechs für sechs Farben behaupten eine Reihenfolge und Abstände, die es nicht gibt. Das Modell lernt diese Behauptung mit.

Wo die Methode an Grenzen stößt

Bei vielen Werten. Eine Spalte mit 20.000 Postleitzahlen ergibt 20.000 neue Spalten, von denen jede fast nur Nullen enthält; das kostet Speicher und bringt dem Modell wenig. Üblich sind dann Zusammenfassungen zu Gruppen oder ein Embedding, das jedem Wert eine kurze Zahlenreihe gibt und Ähnlichkeiten darin abbildet.

Was bei neuen Werten passiert

Sie fehlen. Die Spalten entstehen aus den Werten der Trainingsdaten, und ein Land, das darin nicht vorkam, hat im Betrieb keine Spalte. Dafür braucht es von Anfang an eine Sammelspalte für Unbekanntes, sonst bricht die Anwendung beim ersten neuen Wert ab. Das ist einer der häufigsten Fehler beim Übergang in den Betrieb.

Was daneben steht

Zwei weitere Verfahren. Eine geordnete Kodierung für Kategorien, die wirklich eine Reihenfolge haben, etwa Schulnoten oder Größenangaben. Und eine Kodierung über den Mittelwert der Zielgröße je Kategorie, die bei vielen Werten sparsamer ist und sorgfältig getrennt berechnet werden muss, sonst entsteht ein Leck in die Trainingsdaten.

Warum das bei Sprachmodellen nicht vorkommt

Weil dort alles über Zahlenreihen läuft. Ein Sprachmodell wandelt jedes Textstück ohnehin in eine erlernte Zahlenreihe um, und Kategorien sind darin einfach Wörter. Das Verfahren gehört deshalb zur klassischen Seite des Machine Learning, und dort ist es seit Jahrzehnten der Standardschritt vor jedem Training.

Siehe auch:

Merkmal (Machine Learning)

Eine einzelne Eingabegröße, aus der ein Modell seine Vorhersage ableitet.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Embedding

Eine von einem KI-Modell berechnete Zahlenreihe, die die Bedeutung eines Textes abbildet.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Trainingsdaten

Die Beispiele, aus denen ein KI-Modell seine Regeln ableitet.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Machine Learning

Verfahren, bei denen ein System seine Regeln aus Daten ableitet, statt sie vorgegeben zu bekommen.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Supervised Learning

Maschinelles Lernen aus Beispielen, bei denen die richtige Antwort mitgeliefert wird.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Dimensionsreduktion (Dimensionality Reduction)

Das Verringern der Zahl der Merkmale in einem Datensatz, ohne das Wesentliche zu verlieren.

#Künstliche Intelligenz (KI)