Zum Inhalt springen

Ollama

oder auch Ollama (lokaler Modellbetrieb)

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 18.10.2026

Ollama ist ein Werkzeug, mit dem sich Modelle mit offenen Gewichten auf dem eigenen Rechner betreiben lassen. Es übernimmt Beschaffung, Verwaltung und Start der Modelle und stellt eine Schnittstelle bereit, die wie die bekannten Dienste anzusprechen ist.

Ollama

Ein Werkzeug, mit dem sich Modelle mit offenen Gewichten auf dem eigenen Rechner betreiben lassen.
Beispiel: „Mit Ollama lief das Modell auf dem Entwicklungsrechner, und keine Anfrage verließ das Haus.“

Was es abnimmt: das Herunterladen in der passenden Größe, die Verkleinerung für die vorhandene Hardware, siehe Quantisierung, und den Betrieb im Hintergrund.

Angesprochen wird es wie eine gewöhnliche Schnittstelle. Damit lassen sich Anwendungen, die für einen Dienst gebaut wurden, ohne großen Aufwand lokal betreiben.

Wofür das taugt

Für Erprobung, für vertrauliche Daten und für Aufgaben in großer Zahl. Ein Modell im Haus verarbeitet Kundendaten ohne Übertragung, kostet nichts je Anfrage und steht offline bereit. Das macht es zum ersten Werkzeug, wenn jemand ausprobieren will, ob ein offenes Modell für eine Aufgabe reicht.

Welche Hardware nötig ist

Mehr Arbeitsspeicher als man denkt. Kleine Modelle laufen auf einem üblichen Arbeitsrechner brauchbar, mittlere brauchen eine Grafikkarte mit viel Speicher, große einen eigenen Rechner. Die Faustregel geht über den Speicherbedarf der Modelldatei, und darunter wird es sehr langsam.

Wo die Grenzen liegen

Bei Qualität und Betrieb. Ein offenes Modell auf einem Arbeitsrechner erreicht nicht die Ergebnisse der großen Dienste, und für einen Mehrbenutzerbetrieb ist das Werkzeug nicht gedacht. Für den Einzelarbeitsplatz und für Erprobung ist es der kürzeste Weg, für den Betrieb im Unternehmen braucht es mehr.

Was der erste Versuch kostet

Eine Stunde. Werkzeug installieren, ein kleines Modell laden, fünfzig eigene Fälle durchlaufen lassen: Danach weiß man, ob ein offenes Modell für die Aufgabe reicht, und das ist eine belastbarere Grundlage als jeder Vergleichswert.

Siehe auch:

Open-Weight-Modelle

KI-Modelle, deren trainierte Gewichte frei heruntergeladen und selbst betrieben werden können.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Quantisierung

Das Verkleinern eines KI-Modells, indem seine Gewichte mit weniger Stellen gespeichert werden.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Mistral AI

Ein französisches KI-Unternehmen, bekannt für Modelle mit offenen Gewichten und als europäischer Anbieter.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Datenschutz bei KI-Tools

Die Frage, welche personenbezogenen Daten in ein KI-Werkzeug dürfen und auf welcher Grundlage.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Small Language Model (SLM)

Ein Sprachmodell, das klein genug ist, um auf gewöhnlicher Hardware zu laufen.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Inferenzkosten

Die laufenden Kosten für die Beantwortung von Anfragen durch ein KI-Modell, abgerechnet je Token.

#Künstliche Intelligenz (KI)