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LoRA (Low-Rank Adaptation)

oder auch Low-Rank Adaptation

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 17.10.2026

LoRA ist ein Verfahren, das ein fertiges Modell anpasst, ohne es selbst zu verändern. Die vorhandenen Gewichte bleiben eingefroren, trainiert wird nur ein kleiner Zusatz, der in jede Schicht eingehängt wird. Das macht aus einem Training, das ein Rechenzentrum braucht, eines, das auf einer einzelnen Grafikkarte läuft.

LoRA (Low-Rank Adaptation)

Ein Verfahren, das ein Modell anpasst, indem es wenige zusätzliche Gewichte trainiert und das Modell selbst unverändert lässt.
Beispiel: „Der LoRA-Zusatz für unseren Tonfall ist 40 Megabyte groß, das Grundmodell bleibt, wie es war.“

Die Zahlen aus der ursprünglichen Arbeit, gemessen am damals größten Sprachmodell: zehntausendmal weniger trainierbare Parameter und ein Drittel des Grafikspeichers gegenüber einem vollen Training.

Abgrenzung zum vollen Fine-Tuning: Dort ändern sich die Gewichte des Modells selbst, und das Ergebnis ist ein eigenes, vollständiges Modell. Bei LoRA entsteht eine kleine Zusatzdatei, die man auf- und wieder absetzen kann.

Was dabei genau passiert

Es wird nichts überschrieben, sondern etwas danebengelegt.

Die Arbeit LoRA: Low-Rank Adaptation of Large Language Models von Edward Hu und Kollegen aus dem Juni 2021 beschreibt das Vorgehen knapp: Die vortrainierten Gewichte werden eingefroren, und in jede Schicht der Transformer-Architektur kommen trainierbare Matrizen niedrigen Rangs hinzu. Niedriger Rang heißt dabei: wenige Zahlen, die zusammen trotzdem eine Wirkung über das ganze Modell entfalten.

Warum es sich durchgesetzt hat

Wegen der Zusatzdateien. Weil ein LoRA-Zusatz klein ist und das Grundmodell unberührt lässt, kann man mehrere davon vorhalten und je nach Aufgabe aufsetzen: einen für den Tonfall der Marke, einen für eine Bildsprache, einen für ein Fachgebiet. Bei der Bilderzeugung ist das heute der übliche Weg, einen bestimmten Stil für ein Diffusion Model verfügbar zu machen.

Wo die Grenzen liegen

Beim Wissen. LoRA verschiebt, wie ein Modell antwortet, und füllt keine Lücken in dem, was es kennt. Wer eigene Inhalte in den Antworten braucht, kommt mit RAG schneller und billiger ans Ziel. Und wie jedes Training fällt auch dieses bei jedem Wechsel des Grundmodells erneut an.

Siehe auch:

Fine-Tuning (KI)

Das Weitertrainieren eines fertigen Modells mit eigenen Beispielen.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Large Language Models

Sprachmodelle mit sehr vielen Parametern, die das nächste Token vorhersagen.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Transformer-Architektur

Der Bauplan heutiger Sprachmodelle, der allein auf Aufmerksamkeit statt auf Reihenfolge setzt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Generative AI

Modelle, die neue Inhalte erzeugen, statt vorhandene nur einzuordnen.

#Künstliche Intelligenz (KI)

RAG (Retrieval Augmented Generation)

Ein Verfahren, das vor der Antwort im eigenen Bestand sucht und den Fund in den Prompt legt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Diffusion Model

Ein Modell, das Bilder erzeugt, indem es aus zufälligem Rauschen schrittweise die Störung entfernt.

#Künstliche Intelligenz (KI)