Zum Inhalt springen

Interne Verlinkung nach Silo-Prinzip

oder auch Content-Silo, Silo-Prinzip, Siloing

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 16.10.2026

Verlinkung nach dem Silo-Prinzip ordnet die Seiten einer Website in thematisch geschlossene Bereiche, die in sich dicht und untereinander nur sparsam verbunden sind. Jeder Bereich hat eine Hauptseite, auf die seine Unterseiten zeigen und die auf sie zurückverweist.

Interne Verlinkung nach Silo-Prinzip

Verlinkung in thematisch geschlossenen Bereichen, die untereinander nur sparsam verbunden sind.
Beispiel: „Nach dem Silo-Prinzip verweisen die SEO-Beiträge untereinander und auf die SEO-Leistungsseite.“

Auch: Siloing, Content-Silo oder Themensilo. Eine verwandte Bauform heißt Hub-and-Spoke oder Themencluster und meint dieselbe Grundidee mit stärkerem Gewicht auf der Hauptseite.

Abgrenzung zur Seitenhierarchie: Das Silo ist eine Entscheidung über Verweise, nicht über das Menü. Es kann einer Hierarchie folgen, aber auch quer dazu liegen.

Baumdiagramm: oben die Startseite, darunter drei Bereichsseiten mit je drei Unterseiten; innerhalb jedes Bereichs verbinden durchgezogene Linien die Seiten, zwischen zwei Bereichen verläuft eine gestrichelte Querverbindung
Drei Silos, in sich verbunden, mit einem einzelnen Querverweis.

Wie ein Silo gebaut wird

Zuerst steht die Einteilung: Welche Themen bedient die Website, und welche Seite ist für jedes Thema die Hauptseite. Danach bekommt jede Unterseite einen Verweis auf diese Hauptseite und auf zwei bis drei Geschwisterseiten desselben Bereichs.

Die Hauptseite trägt die Übersicht über ihren Bereich und verlinkt alle Unterseiten. Damit ist jede Seite über höchstens zwei Schritte erreichbar, und der Bereich hängt nicht an der Hauptnavigation.

Was das Prinzip bringt

Es bündelt die Signale: Alle Verweise innerhalb eines Themas zeigen auf dieselbe Hauptseite, statt sich über die ganze Website zu verteilen. Für Suchmaschinen wird dadurch erkennbar, welche Seite für welches Thema steht.

Für Besucher wirkt es ähnlich: Wer über einen Beitrag einsteigt, findet dort die anderen Beiträge desselben Themas und die zugehörige Leistung, statt auf eine beliebige andere Ecke der Website verwiesen zu werden.

Wo die Methode an Grenzen stößt

Beim Dogma. Ein Querverweis, der inhaltlich hilft, gehört gesetzt, auch wenn er zwei Silos verbindet. Websites, in denen Themen sich überschneiden, lassen sich ohnehin nicht sauber trennen, und ein erzwungener Schnitt kostet dann mehr, als die Bündelung einbringt.

Aus unserer Arbeit an über 2.500 Website-Projekten lohnt sich die strenge Form vor allem bei größeren Inhaltsbeständen ab etwa fünfzig Seiten. Darunter reicht es, die wichtigsten Themenseiten zu bestimmen und konsequent auf sie zu verlinken.

Siehe auch:

Interne Verlinkung

Die Praxis, Seiten derselben Website gezielt miteinander zu verknüpfen.

#Website-Struktur

Linkstruktur

Das Netz aus internen Links, das die Seiten einer Website miteinander verbindet.

#Website-Struktur

Seitenhierarchie

Logische Ordnung der Seiten einer Website in über- und untergeordnete Ebenen.

#Website-Struktur

Klicktiefe

Anzahl der Klicks, die von der Startseite bis zu einer bestimmten Unterseite nötig sind.

#Website-Struktur

Hauptnavigation

Menü im Header, das die Hauptbereiche einer Website zeigt und auf jeder Seite gleich ist.

#Website-Struktur