Ein Hintergrund-Agent ist ein KI-Agent, der eine Aufgabe ohne Zusehen abarbeitet und am Ende ein Ergebnis vorlegt. Während er läuft, arbeitet der Mensch an etwas anderem; die Rückmeldung kommt als Benachrichtigung.
- Hintergrund-Agent (Background Agent)
Ein KI-Agent, der eine Aufgabe ohne Zusehen abarbeitet und am Ende ein Ergebnis vorlegt.
Beispiel: „Der Hintergrund-Agent zog die Abhängigkeiten nach und meldete sich nach zwanzig Minuten mit grünen Tests.“Der Unterschied zum gewöhnlichen Lauf liegt in der Aufmerksamkeit. Wer zusieht, kann nach zwei Minuten abbrechen. Wer wegsieht, erfährt erst am Ende, dass der Weg falsch war.
Mehrere Hintergrund-Agenten zugleich sind möglich und üblich, etwa je einer für eine Teilaufgabe, siehe Subagent.
Wofür er sich eignet
Für Aufgaben mit klarer Abschlussbedingung und geringer Mehrdeutigkeit. Abhängigkeiten aktualisieren und Tests grün bekommen, eine Übersetzung über viele Dateien, eine Auswertung über einen großen Bestand, eine Recherche mit anschließendem Bericht. Gemeinsam ist diesen Fällen, dass sich am Ende maschinell prüfen lässt, ob das Ziel erreicht wurde.
Wofür er sich nicht eignet
Für alles, wo unterwegs Entscheidungen anfallen. Ein Agent, der ohne Rückfrage entscheidet, wie eine Schnittstelle aussehen soll, trifft eine Festlegung, die später jemand ändern muss. Solche Aufgaben gehören in einen Lauf mit Zusehen oder in einen Plan, der vorher abgenommen wird. Dasselbe gilt für alles, was nach außen wirkt: Ein Hintergrund-Agent bereitet vor, versendet aber nichts.
Was er dafür braucht
Eine klare Aufgabenstellung mit Abschlusskriterium, knapp gesetzte Rechte, ein Protokoll zum Nachlesen und eine Obergrenze für Zeit und Kosten. Ohne die letzte läuft er im Zweifel, bis das Kontingent erschöpft ist, und das fällt erst am Monatsende auf. Hilfreich ist zusätzlich ein Zwischenstand in einer Datei: Wer nach zehn Minuten hineinsieht, erkennt die Richtung, ohne den Lauf zu stören. Ebenso nützlich ist eine kurze Zusammenfassung am Ende, die sagt, was getan wurde und was offenblieb; ohne sie beginnt die Prüfung mit dem Lesen des gesamten Protokolls.