Google Dance war die monatliche Neuberechnung des Google-Index um das Jahr 2000, während der die Ergebnisse über mehrere Tage schwankten. Wer eine Anfrage mehrfach stellte, bekam in diesen Tagen verschiedene Treffer, je nachdem, welches Rechenzentrum antwortete.
- Google Dance
Die monatliche Neuberechnung des Google-Index um das Jahr 2000, während der die Ergebnisse tagelang schwankten.
Beispiel: „Beim Google Dance entschied sich einmal im Monat, wo eine Seite die nächsten Wochen stand.“Die Durchläufe trugen Namen und wurden in Foren wie eine Wettervorhersage verfolgt. Google betrieb zeitweise eigene Adressen, unter denen sich der kommende Index vorab ansehen ließ.
Mit der fortlaufenden Indexierung, erst „Everflux“ genannt und ab 2010 durch Caffeine vollendet, verschwand die Sache.
Wie der Google Dance ablief
In drei Schritten, Monat für Monat. Der Index wurde neu berechnet, die Ergebnisse auf die Rechenzentren verteilt, und während der Verteilung antworteten verschiedene Zentren verschieden. Erst danach stand das Bild für die nächsten Wochen fest.
Für die Branche war das ein Taktgeber. Arbeit wurde auf den nächsten Durchlauf hin geplant, und wer ihn verpasste, wartete vier Wochen auf die Wirkung.
Was der Begriff Google Dance heute meint
Zweierlei. In alten Texten die monatliche Neuberechnung. Im heutigen Sprachgebrauch gelegentlich jede auffällige Schwankung der Ergebnisse, für die es den genaueren Begriff SERP-Volatilität gibt.
Daneben trug eine Veranstaltung von Google für Suchmaschinenoptimierer denselben Namen; sie fand zwischen 2003 und 2006 statt und hat mit dem Index nichts zu tun.
Warum der Google Dance heute nicht wiederkommt
Weil die Indexierung fortlaufend arbeitet. Einzelne Seiten gehen jederzeit in den Index, und eine Neuberechnung des Ganzen gibt es nicht mehr.
Was blieb, ist die Beobachtung dahinter: Nach größeren Änderungen schwanken Platzierungen eine Weile, bevor sie sich setzen. Der Takt ist heute nur kein Kalender mehr.