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Force Touch

oder auch 3D Touch

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 24.09.2026

Force Touch ist eine von Apple eingeführte Technik, die messen konnte, wie stark ein Finger auf ein Display oder Trackpad drückt. Apple stellte sie im September 2014 mit der Apple Watch vor und brachte sie im Jahr darauf als 3D Touch auf das iPhone 6s. Auf dem iPhone gibt es sie seit 2019 nicht mehr. Der Begriff hat damit historischen Wert, und für die Arbeit an einer Website spielt er keine Rolle.

Force Touch

Von Apple eingeführte Technik, die den Druck eines Fingers oder Klicks messen konnte und im Web nie Standard wurde.
Beispiel: „Die Vorschau, die früher per Force Touch aufging, kommt heute über langes Drücken.“

Auch: 3D Touch. Apple trennte die Namen nach Gerät: Force Touch auf Apple Watch und Trackpad mit zwei Stufen, 3D Touch auf dem iPhone mit fein abgestufter Druckmessung.

Gegenbegriff: Haptic Touch reagiert auf die Dauer eines Drucks statt auf seine Stärke und braucht keinen Drucksensor.

Wo Force Touch lief und wo es endete

Auf dem iPhone hielt sich die Technik von der 6s-Generation bis zum iPhone XS. Das iPhone XR kam 2018 als erstes neues Modell ohne sie, und mit der iPhone-11-Generation verschwand sie 2019 aus der gesamten Reihe. Die Apple Watch trug Force Touch bis zur Series 5, dann fiel die Auswertung mit watchOS 7 weg.

Einen Ort gibt es noch, an dem der Name zutrifft: die Trackpads der MacBooks und das Magic Trackpad. Dort funktioniert der kräftige Klick bis heute und öffnet zum Beispiel das Nachschlagewerk zu einem markierten Wort.

Links grau abgesetzt die frühere Technik mit einer Skala für die Druckstärke, rechts farbig das heutige Verfahren, bei dem die Dauer des Drückens als Balken dargestellt ist.
An die Stelle der Druckstärke ist die Dauer getreten. Für Websites war beides nie verlässlich abfragbar.

Was an die Stelle getreten ist

Haptic Touch übernimmt heute die Aufgaben, für die früher der Druck zuständig war. Die Vorschau eines Links und das Kontextmenü eines Icons öffnen sich über langes Drücken, begleitet von einer spürbaren Rückmeldung. In den Einstellungen des iPhone lässt sich unter „Bedienungshilfen“ nur noch die nötige Dauer wählen.

Apple hat den Rückzug nicht öffentlich begründet. Aus Sicht der Bedienung liegt für uns ein Grund auf der Hand: Druckstärke ist unsichtbar. Ein Bedienelement kann nicht zeigen, dass es auf festen Druck anders reagiert, und eine Eingabe, die niemand findet, trägt keine Funktion.

Für Websites war der Begriff nie zu gebrauchen

Apple hat zwar eigene Ereignisse für Force Touch in Safari angeboten, etwa webkitmouseforcewillbegin und webkitmouseforcechanged. Die sind bis heute herstellereigen, und MDN führt sie als nicht standardisiert mit der Empfehlung, sie in produktiven Seiten zu meiden.

Standardisiert ist dagegen die Eigenschaft pressure der Pointer Events. Sie liefert auf Geräten ohne Drucksensor jedoch einen festen Wert, nämlich 0,5 bei gedrücktem Knopf und sonst 0. Eine Website kann Druckstärke also nicht abfragen. Wer eine Zweitfunktion braucht, legt sie auf langes Drücken und stellt daneben einen sichtbaren Weg bereit.

Siehe auch:

Touch Gesten

Fingerbewegungen auf einem Touchscreen, die der Browser als Bedienbefehl auswertet, vom einfachen Tippen bis zum Wischen mit zwei Fingern.

#Responsive Design

Multi-Touch Gesten

Gesten, bei denen zwei oder mehr Finger gleichzeitig auf dem Display liegen und zusammen einen Befehl ergeben.

#Benutzererfahrung (UX)

Gestensteuerung

Bedienkonzept, bei dem Fingerbewegungen Befehle auslösen, die sonst über sichtbare Schaltflächen laufen.

#Benutzererfahrung (UX)

Hover-Zustand

Die Darstellung eines Bedienelements, solange der Mauszeiger darauf ruht, ohne dass geklickt wurde.

#Webdesign-Grundlagen

Haptic Touch

Apples Bezeichnung für das lange Drücken auf dem iPhone, bei dem eine spürbare Rückmeldung den ausgelösten Befehl bestätigt.

#Benutzererfahrung (UX)