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Eigener Agent (Custom Agent)

oder auch Custom Agent, Maßgeschneiderter Agent

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 18.10.2026

Ein eigener Agent ist ein für eine bestimmte Aufgabe eingerichteter KI-Agent: mit eigener Anweisung, eigenem Werkzeugsatz und eigenen Rechten. Er ist kein neues Modell, sondern eine Zusammenstellung um ein vorhandenes herum.

Eigener Agent (Custom Agent)

Ein für eine bestimmte Aufgabe eingerichteter KI-Agent mit eigener Anweisung und eigenem Werkzeugsatz.
Beispiel: „Der eigene Agent für die Pflege der Weiterleitungen kannte drei Werkzeuge und sonst nichts.“

Woraus er besteht: ein Modell, eine Anweisung mit Aufgabe und Grenzen, ein Werkzeugsatz, eine Rechtevergabe und eine Festlegung, was ohne Rückfrage laufen darf.

Abgrenzung zum Subagenten: Der wird von einem anderen Agenten beauftragt. Ein eigener Agent wird von Menschen gestartet oder nach Zeitplan.

Wann sich der Aufwand lohnt

Ab der dritten Wiederholung derselben Aufgabe. Darunter genügt eine abgelegte Anweisung; darüber zahlt sich die Einrichtung aus, weil Werkzeugsatz und Grenzen nicht jedes Mal neu erklärt werden müssen. Die Einrichtung selbst kostet einen halben Tag, die Pflege danach wenig.

Was die häufigsten Fehler sind

Zu viel Auftrag und zu viele Werkzeuge. Ein Agent, der alles können soll, kann nichts verlässlich; einer mit zwanzig Werkzeugen greift regelmäßig zum falschen. Brauchbar sind enge Zuschnitte: eine Aufgabe, drei bis fünf Werkzeuge, ein klar benanntes Ergebnis.

Was in die Anweisung gehört

Die Grenzen, nicht nur das Ziel. Was nicht angefasst werden darf, wann abgebrochen wird, was bei Unklarheit geschieht: Diese Zeilen entstehen erst nach den ersten Läufen und sind der Teil, der den Agenten im Betrieb brauchbar macht. Das Ziel allein steht in jeder ersten Fassung und reicht nie.

Wie wir sie im Haus betreiben

Mit Namen, Zuständigkeit und Protokoll. Jeder eingerichtete Agent hat eine Person, die ihn verantwortet, einen Eintrag in der Übersicht und ein Protokoll seiner Läufe. Ohne diese drei entsteht nach einigen Monaten eine Sammlung von Agenten, die niemand mehr erklären kann, siehe KI-Inventar.

Was ihn vom Chatfenster unterscheidet

Die Wiederholbarkeit. Ein Gespräch im Chat führt jeder anders, und das Ergebnis schwankt entsprechend; ein eingerichteter Agent läuft jedes Mal mit derselben Anweisung und demselben Werkzeugsatz. Erst dadurch wird aus einem Versuch ein Arbeitsablauf, auf den sich ein Team verlassen kann.

Siehe auch:

KI-Agent

Ein System, in dem ein Sprachmodell selbst entscheidet, welcher Schritt als Nächstes kommt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Subagent

Ein untergeordneter Agent, der eine Teilaufgabe in einem eigenen Kontextfenster erledigt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

System-Prompt

Die Anweisung, die vor dem Gespräch gesetzt wird und für jede Antwort darin gilt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Werkzeug-Freigabeliste (Tool Allowlist)

Die Festlegung, welche Werkzeuge ein KI-Agent ohne Rückfrage benutzen darf.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Prompt-Bibliothek

Eine geordnete Sammlung erprobter Prompts, auf die ein Team wiederholt zugreift.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Autonome Systeme (Autonomous Systems)

Technische Systeme, die ihre Aufgaben ohne laufende Steuerung durch Menschen ausführen.

#Künstliche Intelligenz (KI)