Edge Caching ist das Zwischenspeichern von Inhalten an den Standorten eines Auslieferungsnetzes, nahe am Besucher. Dieselbe Datei liegt damit an vielen Orten gleichzeitig, jeder davon in der Nähe eines Teils der Besucher.
- Edge Caching
Das Zwischenspeichern von Inhalten an den Standorten eines Auslieferungsnetzes, nahe am Besucher.
Beispiel: „Mit Edge Caching kam die Seite in Sydney genauso schnell an wie in Hamburg.“Auch: Edge-Cache. Edge heißt Rand und meint den Rand des Netzes, also die Standorte, die dem Besucher am nächsten liegen.
Abgrenzung zum CDN: Das Auslieferungsnetz ist der Aufbau aus vielen Standorten. Edge Caching ist das, was an diesen Standorten geschieht.
Abgrenzung zum Edge Hosting: Dort läuft Programmcode an den Standorten und berechnet Antworten. Beim Edge Caching wird eine fertige Antwort nur aufbewahrt.
Was Edge Caching einbringt
Kurze Wege. Ein Aufruf aus Australien an einen Server in Frankfurt kostet allein für die Strecke mehrere hundert Millisekunden, und diese Latenz fällt für jede einzelne Datei an. Liegt die Kopie in Sydney, fällt sie weg.
Der zweite Gewinn liegt auf dem eigenen Server: Was das Auslieferungsnetz beantwortet, erreicht ihn nie. Bei einer Seite mit vielen Bildern nimmt das den größten Teil der Last ab und wirkt sichtbar auf die Core Web Vitals.
Welche Inhalte sich für Edge Caching eignen
Alles, was für alle Besucher gleich aussieht: Bilder, Schriften, Stylesheets, Skripte und Dateien zum Herunterladen. Das ist der unstrittige Teil, und dafür genügt es, ein Auslieferungsnetz davorzuschalten.
Fertige HTML-Seiten gehen auch, brauchen aber eine Entscheidung. Alles mit Warenkorb, Anmeldung oder persönlicher Ansprache gehört ausgenommen, und die Regel dafür wird über die Cache-Header und über Ausnahmen für Sitzungsmerkmale gesetzt.
Wie eine Kopie beim Edge Caching verfällt
Auf zwei Wegen. Entweder läuft die angesagte Frist ab, oder die Kopie wird ausdrücklich für ungültig erklärt. Der zweite Weg ist der wichtige, weil niemand nach einer Korrektur stundenlang warten will.
Jedes Auslieferungsnetz hat dafür einen Aufruf, und er gehört in den Veröffentlichungsvorgang. Fehlt er, erscheint eine Änderung auf dem Server sofort und im Netz davor erst viel später, was genau die Verwirrung erzeugt, für die der Server dann verantwortlich gemacht wird.