Datensicherung als Sicherheitsmaßnahme ist die Sicherung von Daten mit dem Ziel, einen Angriff zu überstehen. Sie unterscheidet sich von der gewöhnlichen Sicherung in einem Punkt: Sie muss einen Angreifer aushalten, der sie gezielt sucht.
- Datensicherung als Sicherheitsmaßnahme
Die Sicherung von Daten mit dem Ziel, einen Angriff zu überstehen.
Beispiel: „Die Datensicherung als Sicherheitsmaßnahme liegt getrennt vom Netz und ist nicht überschreibbar.“Auch: Backup. Eine Sicherung, die sich nach dem Schreiben nicht mehr ändern lässt, heißt unveränderlich oder immutable.
Abgrenzung zur gewöhnlichen Sicherung: Die schützt vor Ausfall und Versehen. Gegen Ransomware hilft sie nur, wenn der Angreifer nicht an sie herankommt.
Warum die Datensicherung als Sicherheitsmaßnahme offline liegen muss
Weil Erpressungssoftware zuerst die Sicherungen sucht. Die heutigen Angriffe laufen nicht sofort los: Zuerst verschafft sich jemand Zugang, sieht sich um, löscht oder verschlüsselt die erreichbaren Sicherungen und startet erst dann die Verschlüsselung der Produktivdaten. Eine Sicherung im selben Netz, erreichbar mit denselben Zugangsdaten, ist in diesem Ablauf wertlos.
Was die 3-2-1-Regel sagt
Drei Kopien, auf zwei verschiedenen Arten von Medien, eine davon außer Haus. Die Regel ist alt und hält sich, weil sie drei verschiedene Ausfälle abdeckt: das Versehen, den Defekt und den Ort. Für Angriffe wird sie heute ergänzt um eine vierte Forderung: eine Kopie, die sich nach dem Schreiben nicht mehr verändern lässt, auch nicht mit Verwalterrechten.
Warum nur ein Test zählt
Weil eine Sicherung, die noch nie zurückgespielt wurde, keine ist. Die häufigsten Befunde bei der Wiederherstellung: Die Sicherung lief seit Monaten in eine leere Datei, der Schlüssel zum Entschlüsseln liegt im zerstörten System, oder das Zurückspielen dauert drei Tage und niemand hat damit gerechnet. Ein Wiederherstellungstest einmal im Jahr beantwortet alle drei Fragen, siehe auch Backup-Strategie.