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Dateisystem

oder auch File System

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 03.11.2026

Ein Dateisystem ist die Ordnung, in der ein Betriebssystem Dateien auf einem Datenträger ablegt und wiederfindet. Es bestimmt, wie Namen aussehen dürfen, wie groß eine Datei werden kann, wie viele Einträge ein Verzeichnis trägt und welche Rechte daran hängen.

Dateisystem

Die Ordnung, in der ein Betriebssystem Dateien auf einem Datenträger ablegt und wiederfindet.
Beispiel: „Das Dateisystem des Servers unterscheidet Groß- und Kleinschreibung, der Mac im Standard nicht.“

Auf Linux-Servern sind ext4 und XFS die üblichen, auf Windows NTFS, auf dem Mac APFS. Für Netzlaufwerke kommen NFS und SMB dazu.

Abgrenzung zu den Dateirechten: Das Dateisystem legt fest, welche Rechte es überhaupt gibt; gesetzt werden sie je Datei.

Warum das Dateisystem bei einem Umzug auffällt

Weil es über Groß- und Kleinschreibung entscheidet. Linux unterscheidet Logo.png von logo.png, macOS in der Standardeinstellung nicht. Eine Website, die lokal läuft, zeigt nach dem Umzug auf den Server deshalb plötzlich fehlende Bilder.

Die zweite Stelle sind Sonderzeichen in Dateinamen. Umlaute und Leerzeichen überleben die Übertragung meist, machen aber in Adressen und in Skripten Arbeit. Deshalb gehören Dateinamen klein, ohne Umlaute und mit Bindestrich.

Welche Grenzen ein Dateisystem setzt

Drei Zahlen sind im Hosting greifbar: die Höchstzahl der Inodes, also der verwalteten Einträge, die Höchstgröße einer einzelnen Datei und die Länge eines Pfades. Die erste ist der Grund für das Inode-Limit in Hostingtarifen.

Dazu kommt der Platz, den kleine Dateien kosten: Jede belegt mindestens einen Block, meist vier Kilobyte. Ein Verzeichnis mit hunderttausend Vorschaubildern verbraucht deshalb mehr, als die Summe der Dateigrößen vermuten lässt.

Was am Dateisystem einer Website zu beachten ist

Die Trennung von Code und Daten. Alles, was der Webserver schreiben darf, gehört in wenige Verzeichnisse; in Laravel sind das storage und bootstrap/cache. Der Rest bleibt für den Webserver lesbar und nicht beschreibbar, siehe Dateirechte.

Dazu gehört ein Blick auf den freien Platz. Ein volles Dateisystem meldet sich selten deutlich: Es äußert sich als Datenbank, die nicht mehr schreibt, und als Sitzungen, die verschwinden.

Siehe auch:

Dateirechte (chmod)

Die Angabe, wer eine Datei lesen, ändern und ausführen darf.

#Hosting & Webserver

Inode-Limit

Die Höchstzahl an Dateien und Verzeichnissen, die ein Hostingtarif zulässt.

#Hosting & Webserver

Webserver

Das Programm, das Anfragen aus dem Netz annimmt und Seiten, Bilder und Dateien zurückschickt.

#Hosting & Webserver

Shared Hosting

Hosting, bei dem viele Kunden sich einen Server und dessen Leistung teilen.

#Hosting & Webserver

PHP-Version

Der Versionsstand der Sprache, in der die Website auf dem Server ausgeführt wird.

#Hosting & Webserver

Server Logs

Die Protokolle, in denen ein Server jeden Aufruf und jeden Fehler festhält.

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