Eine clientseitige Skriptsprache läuft im Browser des Besuchers, auf dessen Gerät und mit dessen Rechenzeit.
- Clientseitige Skriptsprache
Eine Sprache, deren Code beim Besucher im Browser ausgeführt wird, mit dessen Rechenleistung.
Beispiel: „Als clientseitige Skriptsprache hat JavaScript im Browser bis heute keine ernsthafte Konkurrenz.“Herkunft: englisch client, der Kunde oder Auftraggeber. Gemeint ist das Gerät, das die Seite anfordert, im Gegensatz zum Server, der sie liefert.
Was dafür spricht
Die Reaktion kommt sofort, weil nichts über das Netz muss. Ein Akkordeon klappt auf, eine Eingabe wird geprüft, ein Filter greift, ohne dass die Seite neu geladen wird. Für alles, was sich wie Bedienung anfühlen soll, ist das der richtige Ort.
Dazu kommt die Entlastung des Servers. Was auf tausend Geräten gerechnet wird, muss der Server nicht tausendmal rechnen.
Was dagegen spricht
Der Code liegt offen. Jeder kann ihn im Quelltext lesen, verändern und umgehen. Daraus folgt die wichtigste Regel: Eine Prüfung im Browser ist Bedienkomfort und niemals Sicherheit. Jede Eingabe wird auf dem Server erneut geprüft.
Der zweite Punkt ist die Verlässlichkeit. Das Skript kann blockiert sein, langsam ankommen oder an einem Fehler scheitern. Deshalb gehört alles Wesentliche so gebaut, dass es ohne funktioniert; das Skript verbessert es dann.
Was dort heute läuft
JavaScript, und über den Umweg des Übersetzens auch TypeScript. Daneben gibt es WebAssembly für rechenintensive Aufgaben; es ergänzt JavaScript dort, wo Geschwindigkeit zählt.
In unseren über 2.500 Website-Projekten ist der häufigste Fehler in diesem Bereich zu viel davon: Funktionen, die der Server einfacher und verlässlicher liefern könnte, werden im Browser nachgebaut und kosten dort Ladezeit.