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Clickdummy

oder auch Klickdummy, Klickprototyp

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 02.09.2026

Ein Clickdummy ist eine klickbare Vorabversion einer Website oder Anwendung, die den Ablauf zeigt, ohne dahinter zu funktionieren. Die Bildschirme sind verlinkt, Schaltflächen führen weiter, aber es gibt keine Datenbank und keine Berechnung. So lässt sich ein Konzept ausprobieren, bevor Entwicklung beginnt.

Clickdummy

Verlinkte Abfolge von Entwürfen, die den Weg durch eine Anwendung nachstellt. Auch Klickdummy oder Klickprototyp.
Beispiel: „Bevor wir den Konfigurator bauen, testen wir den Ablauf an einem Clickdummy.“

Abgrenzung zum Wireframe: Ein Wireframe zeigt den Aufbau einer einzelnen Ansicht in Graustufen. Ein Clickdummy verbindet mehrere Ansichten zu einem Ablauf.

Abgrenzung zum Prototyp: Ein Prototyp im engeren Sinn hat bereits Logik hinterlegt und verarbeitet Eingaben. Der Clickdummy täuscht das Verhalten nur vor.

Wofür sich der Aufwand rechnet

Der Clickdummy beantwortet Fragen, die sich an einzelnen Entwürfen nicht klären lassen. Findet jemand von der Startseite zum Formular? Ist nach drei Schritten noch klar, wo man sich befindet? Fehlt zwischendrin ein Zustand, an den niemand gedacht hat? Solche Lücken fallen beim Durchklicken innerhalb von Minuten auf und kosten in der Entwicklung ein Vielfaches.

Der zweite Nutzen liegt in der Abstimmung. Ein Entscheider, der sich durch den Ablauf klickt, versteht in fünf Minuten mehr als aus zwanzig Seiten Konzept. Genauso lässt sich ein Clickdummy Testpersonen vorlegen, ohne dass eine Zeile Code geschrieben wurde.

Womit er gebaut wird

Heute entstehen Clickdummies meist in demselben Werkzeug, in dem auch die Entwürfe liegen. Figma, Sketch und Adobe XD verbinden Bildschirme über Klickflächen und stellen Übergänge dar. Der Vorteil ist, dass aus einem Entwurf ohne Zwischenschritt ein klickbares Ergebnis wird, sobald die Verbindungen gesetzt sind.

Für die Weitergabe an den Kunden reicht in der Regel ein Link auf die geteilte Datei. Wer Testpersonen beobachten möchte, richtet den Dummy so ein, dass Kommentarfunktionen und Bearbeitungsansichten ausgeblendet bleiben, weil sie sonst vom Ablauf ablenken.

Wie weit er gehen sollte

Ein Clickdummy soll die offenen Fragen klären und nicht die Anwendung vorwegnehmen. Wir bauen deshalb nur die Wege aus, an denen etwas unklar ist, und lassen die übrigen als Sackgasse stehen. Wichtig ist, das allen Beteiligten zu sagen: Ein gut gemachter Clickdummy wirkt fertig, und die Erwartung, das Ergebnis sei in zwei Wochen live, entsteht schneller als einem lieb ist.

Siehe auch:

UI-Kit

Sammlung fertiger Oberflächenbausteine für die Gestaltung, meist als Bibliothek im Design-Tool angelegt.

#Webdesign-Grundlagen

Design Patterns

Erprobte Lösungen für wiederkehrende Gestaltungsaufgaben in der Benutzeroberfläche, etwa Akkordeon oder Brotkrumennavigation.

#Webdesign-Grundlagen

Prototyping-Tool

Software zum Entwerfen von Oberflächen und zum Verbinden dieser Entwürfe zu klickbaren Abläufen.

#Webdesign-Grundlagen

Web-App-Design

Die Gestaltung von browserbasierten Anwendungen, in denen Nutzer Aufgaben erledigen und wiederkehrende Abläufe durchlaufen.

#Webdesign-Grundlagen