Clean Code ist die Haltung, Quelltext für die Menschen zu schreiben, die ihn später lesen, und nicht nur für den Rechner.
- Clean Code
Eine Haltung beim Programmieren, die Lesbarkeit und Verständlichkeit über Kürze und Cleverness stellt.
Beispiel: „Clean Code heißt, so zu programmieren, dass der Nächste es versteht.“Herkunft: Der Begriff wurde durch das gleichnamige Buch von Robert C. Martin aus dem Jahr 2008 verbreitet.
Die Grundregeln
Namen sagen, worum es geht, und werden lieber lang als rätselhaft. Funktionen tun eine Sache und sind kurz genug, um auf einen Blick erfasst zu werden. Doppelter Code wird zusammengeführt, statt an zwei Stellen gepflegt zu werden.
Dazu kommt der Umgang mit Kommentaren: Wer erklärungsbedürftigen Code schreibt und ihn dann kommentiert, hat die Reihenfolge vertauscht. Zuerst wird der Code klarer, dann bleibt zu kommentieren, was er nicht selbst sagen kann.
Warum das wirtschaftlich zählt
Code wird um ein Vielfaches häufiger gelesen als geschrieben. Jede Minute, die beim Schreiben gespart wird, zahlt sich beim Lesen mehrfach zurück oder eben nicht.
In unseren über 2.500 Website-Projekten schlägt sich das in Aufwänden nieder. Eine Erweiterung an gut geordnetem Code kostet Stunden, dieselbe Erweiterung an gewachsenem Code Tage, und zwar überwiegend für das Verstehen.
Was es nicht ist
Kein Regelwerk zum Abhaken. Die Vorgaben aus dem Buch sind Faustregeln, und mancher Rat daraus wird heute kritisch gesehen, etwa die Empfehlung sehr kurzer Funktionen, die in der Übertreibung den Überblick kostet.
Der Kern trägt trotzdem: Schreibe so, dass jemand anderes es versteht, ohne dich fragen zu müssen. Alles Weitere ist Auslegung.