Ein Browser-Agent ist ein KI-Agent, der eine Website im Browser liest und bedient: Seiten aufrufen, Formulare ausfüllen, Schaltflächen betätigen, Inhalte entnehmen. Anders als ein einfacher Abruf sieht er die Seite so, wie sie im Browser entsteht, einschließlich dessen, was erst durch Skripte erscheint.
- Browser-Agent (Browser Use)
Ein KI-Agent, der eine Website im Browser liest und bedient.
Beispiel: „Der Browser-Agent prüfte die Bestellstrecke bis zur Zahlungsseite und hielt dort an.“Der Unterschied zu Computer Use: Ein Browser-Agent kann die Seitenstruktur auslesen und Elemente benennen, statt auf Bildpunkte zu zielen. Das macht ihn verlässlicher und beschränkt ihn zugleich auf den Browser.
Typische Aufgaben: Abläufe auf der eigenen Website durchspielen, Angaben aus mehreren Quellen zusammentragen, Formulare prüfen, Darstellungen auf verschiedenen Bildschirmbreiten ansehen.
Wofür wir ihn einsetzen
Für die Prüfung der eigenen Arbeit. Ein Agent, der nach einer Änderung dreißig Seiten aufruft und meldet, wo etwas fehlt, erledigt in Minuten, was von Hand eine Stunde dauert. Dasselbe gilt für Formularstrecken und für die Kontrolle, ob eine neue Vorlage auf allen Seitentypen trägt.
Worauf zu achten ist
Jede fremde Seite ist unbekannter Text, und unbekannter Text kann Anweisungen enthalten, siehe Indirekte Prompt Injection. Daraus folgen drei Regeln: keine angemeldeten Sitzungen für fremde Seiten, keine Zahlungs- und Zugangsdaten in Reichweite, und eine Bestätigung vor allem, was abgeschickt wird.
Was er nicht ersetzt
Die eigentliche Prüfung durch Menschen. Ein Browser-Agent erkennt, ob ein Element vorhanden ist und ob eine Strecke durchläuft. Ob eine Seite verständlich ist, ob die Reihenfolge einleuchtet und ob der Ton stimmt, erkennt er nicht. Für die Abnahme ist er ein Hilfsmittel und kein Ersatz. Gut einsetzen lässt er sich dagegen für die lästigen Teile der Abnahme: dieselbe Strecke auf drei Bildschirmbreiten, dieselbe Prüfung auf vierzig Unterseiten, derselbe Blick in die Browserkonsole nach jedem Durchlauf. Diese Arbeit bleibt sonst liegen, weil sie langweilig ist, und genau deshalb lohnt sie sich als Erstes zum Übertragen.