XHTML war der Versuch, HTML nach den strengen Regeln von XML zu schreiben. Er hat sich nicht durchgesetzt, prägt aber bis heute Schreibgewohnheiten.
- XHTML
Fassung von HTML, die den strengen Syntaxregeln von XML folgt: alle Elemente geschlossen, alle Namen klein, alle Werte in Anführungszeichen.
Beispiel: „XHTML sieht aus wie HTML, verzeiht aber keinen Syntaxfehler.“Auch: Extensible HyperText Markup Language.
Die Idee dahinter
Um die Jahrtausendwende galt die Nachsicht der Browser als Problem: Weil fehlerhaftes Markup trotzdem dargestellt wurde, war viel davon im Umlauf. XHTML sollte das beenden, indem es die Regeln von XML übernahm.
Konsequent angewendet hieß das: Ein einziger Fehler führt zum Abbruch, und statt der Seite erscheint eine Fehlermeldung. Genau daran scheiterte es in der Praxis, denn eine Seite, die wegen eines fehlenden Schrägstrichs gar nicht erscheint, will niemand ausliefern.
Was geblieben ist
Die Schreibgewohnheiten. Kleingeschriebene Namen, Attributwerte immer in Anführungszeichen und der Schrägstrich am Ende von Void-Elementen stammen von dort. In HTML sind sie nicht vorgeschrieben, aber verbreitet und gut lesbar.
Wo man ihm noch begegnet
In alten Projekten, erkennbar am langen DOCTYPE mit Verweis auf eine Grammatikdatei. Für einen Relaunch ist das ein brauchbarer Hinweis auf das Alter einer Vorlage, mehr aber auch nicht: Die Umstellung auf die kurze Form ist eine Zeile Arbeit.