Der DOCTYPE ist die erste Zeile eines HTML-Dokuments und hat genau eine Aufgabe: Er sagt dem Browser, dass er die Seite nach den geltenden Regeln darstellen soll und nicht nach denen von vor zwanzig Jahren.
- DOCTYPE
Pflichtangabe am Anfang eines HTML-Dokuments, die dem Browser sagt, dass er nach den geltenden Spezifikationen darstellen soll.
Beispiel: „Der DOCTYPE steht vor dem html-Element und ist selbst kein Element.“Auch: Dokumenttyp-Deklaration.
Wie er aussieht
In HTML gibt es nur eine Form, und sie ist kurz:
<!DOCTYPE html>Groß- und Kleinschreibung spielen keine Rolle. Die Spezifikation nennt ihn a required preamble, also eine Pflichtangabe, die allem vorausgeht. Kommentare oder Leerzeilen davor sind erlaubt, Inhalt nicht.
Wozu er dient
MDN formuliert den Zweck so, dass er prevent a browser from switching into so-called quirks mode soll. Dieser Modus bildet das Verhalten alter Browser nach und rechnet unter anderem Breiten und Höhen anders aus, als es die heutigen Regeln vorsehen. Eine Seite ohne DOCTYPE sieht deshalb an vielen Stellen verschoben aus, ohne dass im CSS ein Fehler wäre.
Früher war die Zeile deutlich länger und verwies auf eine Grammatikdatei, mit der sich das Dokument prüfen ließ. Diese Prüfung findet nicht mehr statt. Übrig geblieben ist der Schalter für den Darstellungsmodus, und darum ist die kurze Form ausreichend.
Was beim Fehlen passiert
Fehlt die Zeile, erscheint keine Fehlermeldung. Die Seite wird dargestellt, nur eben nach den alten Regeln. Auffällig wird das meist bei Abständen und bei Tabellen, und die Suche nach der Ursache führt lange durch das Stylesheet, bevor jemand die erste Zeile ansieht.
Jedes CMS und jedes Framework setzt den DOCTYPE von sich aus. Zum Thema wird er bei Seiten, die aus Fragmenten zusammengesetzt werden, und bei E-Mail-Vorlagen, wo die Zeile manchmal verloren geht.