SMB (Server Message Block) ist das Protokoll, mit dem Windows Dateien und Drucker im Netz freigibt. Ein freigegebenes Verzeichnis erscheint am Arbeitsplatz als Laufwerk, und die Rechte daran kommen vom Server.
- SMB (Server Message Block)
Das Protokoll, mit dem Windows Dateien und Drucker im Netz freigibt.
Beispiel: „Die Buchhaltung griff über SMB auf dasselbe Verzeichnis zu wie der Scanner im Flur.“Wörtlich etwa Server-Nachrichtenblock. Entstanden 1983 bei IBM, von Microsoft weiterentwickelt und dort zwischenzeitlich CIFS genannt. Der heutige Port ist 445, die aktuelle Fassung SMB 3.1.1.
Abgrenzung zu NFS: Das ist das Gegenstück aus der Unix-Welt. SMB bringt Rechte und Anmeldung aus der Windows-Welt mit, NFS setzt auf die Nutzerkennungen des Systems.
Wofür SMB im Netz gebraucht wird
Für gemeinsame Verzeichnisse. Ein Laufwerk, auf das mehrere Arbeitsplätze schreiben, die Ablage für Scanner und Drucker und das Ziel einer Sicherung sind die drei Fälle, die in jedem Büronetz vorkommen.
Dazu gehört die Sperre einzelner Dateien: Öffnet jemand eine Tabelle, erfährt der Nächste, dass sie in Benutzung ist. Genau diese Verwaltung unterscheidet eine Freigabe von einem gemeinsamen Ordner in der Cloud.
Welche Fassungen von SMB zählen
Drei. SMB1 von 1983 gilt als unsicher und ist seit 2017 in Windows abgeschaltet, nachdem WannaCry über eine Lücke darin eine halbe Million Rechner erreichte. SMB2 brachte weniger Nachrichten je Vorgang.
SMB3 kam 2012 und bringt Verschlüsselung auf dem Weg, mehrere Verbindungen für eine Freigabe und den Zugriff über schnelle Netzwerkkarten. Wer heute eine Freigabe einrichtet, verlangt mindestens diese Fassung.
Warum SMB nie ins offene Netz gehört
Weil Port 445 das beliebteste Ziel für Schadsoftware in Firmennetzen ist. Jede Freigabe, die vom Internet aus erreichbar ist, wird binnen Stunden gefunden und auf alte Lücken und schwache Passwörter abgeklopft.
Der Weg nach draußen führt deshalb über ein VPN, und die Firewall lässt den Port allein im eigenen Netz zu. Auf Linux-Servern übernimmt Samba die Rolle der Gegenstelle, siehe Firewall.