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Salting

oder auch Salt

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 05.11.2026

Salting ist das Anhängen eines zufälligen Werts an ein Passwort, bevor der Prüfwert gebildet wird. Der Wert selbst heißt Salt und wird je Passwort neu gewürfelt.

Salting

Das Anhängen eines zufälligen Werts an ein Passwort, bevor der Prüfwert gebildet wird.
Beispiel: „Durch das Salting haben zwei Nutzer mit demselben Passwort trotzdem verschiedene Prüfwerte.“

Auch: Salt heißt der Wert, Salting das Verfahren. Das BSI beschreibt ihn als Wert, der einem Eingabewert vor der weiteren Verarbeitung angehängt wird.

Abgrenzung zum Peppering: Der Salt steht im Klartext neben dem Prüfwert und ist je Passwort anders. Der Pepper ist für alle gleich und liegt gerade nicht in der Datenbank.

Warum der Salt im Klartext gespeichert wird

Weil er kein Geheimnis ist und keines sein muss. Beim Prüfen eines Passworts braucht der Server genau denselben Salt wie beim Anlegen; er steht deshalb neben dem Prüfwert in der Datenbank, bei den heutigen Verfahren sogar in derselben Zeichenkette. Seine Wirkung beruht allein darauf, dass er für jedes Passwort ein anderer ist; geheim halten muss ihn niemand.

Was Salting leistet

Es macht vorberechnete Angriffe wertlos und verhindert Rückschlüsse zwischen Konten. Eine Rainbow Table passt nur zu ungesalzenen Prüfwerten; mit Salt müsste der Angreifer für jeden einzelnen Eintrag eine eigene Tabelle bauen. Und weil zwei gleiche Passwörter zu verschiedenen Prüfwerten führen, verrät die Datenbank nicht mehr, welche Nutzer dasselbe Passwort benutzen.

Was Salting nicht leistet

Es macht ein schwaches Passwort nicht stark. Wer gezielt ein einzelnes Konto angreift, kennt den Salt aus der erbeuteten Datenbank und rechnet damit; gegen diesen Fall hilft allein ein langsames Verfahren zum Hashen, siehe Passwort-Hashing. Salting und ein langsames Verfahren gehören deshalb immer zusammen, und keines ersetzt das andere.

Worauf in der Umsetzung zu achten ist

Auf drei Dinge, die die verbreiteten Bibliotheken von selbst richtig machen. Der Salt kommt aus einem Zufallsgenerator, der für kryptografische Zwecke taugt, und nicht aus der Uhrzeit oder der Nutzerkennung. Er ist lang genug, in der Praxis mindestens sechzehn Byte. Und er wird je Passwort neu erzeugt, auch beim Ändern eines bestehenden. Wer eine fertige Funktion benutzt, bekommt alle drei Punkte geschenkt; wer selbst baut, baut hier den Fehler ein.

Siehe auch:

Passwort-Hashing

Das Speichern von Passwörtern als nicht umkehrbarer Prüfwert statt im Klartext.

#Web-Security

Peppering

Das Hinzufügen eines geheimen Werts zu einem Passwort vor dem Hashen.

#Web-Security

Rainbow Table

Eine vorberechnete Tabelle, mit der sich Hashes von Passwörtern nachschlagen lassen.

#Web-Security

Hash-Funktion

Ein Rechenverfahren, das aus beliebig großen Daten einen Prüfwert fester Länge bildet.

#Web-Security

Credential Stuffing

Das automatisierte Ausprobieren geleakter Zugangsdaten bei anderen Diensten.

#Web-Security

Brute-Force-Angriff

Das systematische Durchprobieren von Passwörtern, bis eines passt.

#Web-Security