Der Nur-Lesen-Modus ist bei KI-Agenten ein Betriebszustand, in dem der Agent Inhalte nur lesen und nichts ändern darf. Er ist die unterste Stufe der Rechtevergabe und für die meisten Aufgaben die ausreichende.
- Nur-Lesen-Modus (KI-Agent)
Ein Betriebszustand, in dem ein KI-Agent Inhalte nur lesen und nichts ändern darf.
Beispiel: „Im Nur-Lesen-Modus durchsuchte der Agent das Repository und schrieb seinen Bericht in den Chat.“Umgesetzt wird er über die Auswahl der Werkzeuge, siehe Werkzeug-Freigabeliste, oder über Zugangsdaten ohne Schreibrecht. Das Zweite ist das verlässlichere.
Lesen ist nicht harmlos. Ein Agent, der lesen und nach außen sprechen darf, kann Inhalte hinausbringen; die Begrenzung muss deshalb beide Seiten betreffen.
Wofür sich der Zustand eignet
Für alles Auswertende. Eine Bestandsaufnahme im Code, eine Prüfung von Inhalten gegen eine Liste, eine Suche nach Stellen, die jemand ansehen sollte, eine Zusammenfassung von Tickets: In diesen Fällen entsteht ein Bericht, und entschieden wird danach von Menschen. Das deckt nach unserer Erfahrung den größeren Teil der sinnvollen Agenteneinsätze ab.
Warum er die richtige erste Stufe ist
Weil er Vertrauen aufbaut, ohne Risiko zu kaufen. Ein neues Werkzeug, ein neuer Ablauf, ein neues Modell: In den ersten Wochen zeigt ein lesender Agent, was er tun würde, ohne es zu tun. Was dabei an falschen Einschätzungen auffällt, wäre mit Schreibrecht Schaden gewesen, siehe Least Privilege.
Wo die Grenze dieses Zustands liegt
Bei der Arbeit, die tatsächlich abgenommen werden soll. Ein Agent, der nur Vorschläge macht, erzeugt Lesearbeit, und ab einer bestimmten Menge liest sie niemand mehr. Der nächste Schritt ist deshalb nicht das volle Schreibrecht, sondern Schreiben an einer Stelle, die nichts kostet: ein eigener Zweig, ein Vorschlag zur Übernahme, ein Entwurf statt einer Veröffentlichung.
Wie man den Zustand prüft
Mit einem Auftrag, der schreiben würde. Auf die Einstellung allein ist kein Verlass: Ein Werkzeug kann unter harmlosem Namen Änderungen vornehmen, und eine Freigabeliste kann eine Lücke haben. Der belastbare Test ist ein Auftrag, der eine Datei ändern soll, und die Erwartung, dass er mit einem Rechtefehler endet.