Markup ist die Auszeichnung von Inhalten mit Elementen, die ihre Bedeutung angeben. Ein Browser erfährt daraus, was eine Überschrift ist, was ein Absatz und was eine Liste, und ein Vorleseprogramm kann die Seite entlang dieser Gliederung vortragen.
- Markup
Die Auszeichnung von Inhalten, die ihre Bedeutung für Browser und Hilfsmittel angibt.
Beispiel: „Das Markup der Seite kommt aus dem Template und nicht aus dem Editor.“Im Web ist das HTML; wie das Ausgezeichnete aussieht, steht getrennt davon in CSS.
Der Anspruch, die Elemente nach ihrer Bedeutung zu wählen, heißt semantisches HTML.
Was Markup auszeichnet
Die Rolle eines Inhalts, nicht sein Aussehen. Eine Überschrift ist eine Überschrift, weil sie einen Abschnitt eröffnet, und nicht, weil sie groß und fett gesetzt ist. Dieselbe Überschrift kann in einer anderen Gestaltung klein und grau erscheinen und bleibt dieselbe Rolle.
Aus dieser Trennung folgt die ganze Arbeitsweise im Web: Der Inhalt sagt, was er ist, die Gestaltung sagt, wie das aussieht, und beides lässt sich unabhängig voneinander ändern.
Warum sauberes Markup zählt
Weil mehr als ein Browser mitliest. Vorleseprogramme springen von Überschrift zu Überschrift, Suchmaschinen erkennen an den Elementen, was zusammengehört, und die Tastaturbedienung folgt der Reihenfolge im Markup.
Eine Seite, die Überschriften nur über Schriftgröße nachbildet, sieht gleich aus und ist für all diese Leser eine gleichförmige Textwüste. Der Unterschied wird erst sichtbar, wenn jemand sie anders benutzt als mit den Augen.
Wo Markup im CMS entsteht
An zwei Stellen. Das Grundgerüst der Seite kommt aus dem Template, also aus dem Projekt. Was die Redaktion im Editor schreibt, erzeugt zusätzliches Markup, und zwar genau so viel, wie der Editor zulässt.
Deshalb entscheidet der Zuschnitt des Editors mit über die Qualität der Ausgabe. Ein Editor, der nur Überschriftenebenen, Hervorhebung, Listen und Verweise anbietet, erzeugt brauchbares Markup; einer mit freier Schriftwahl erzeugt Gestaltung im Inhalt.