Die Lichtführung ist die bewusste Anordnung von Licht und Schatten in einem Bild. Sie bestimmt, welche Form ein Gegenstand bekommt, wie tief der Raum wirkt und worauf der Blick zuerst fällt.
- Lichtführung
Die bewusste Anordnung von Licht und Schatten in einer Aufnahme oder einem erzeugten Bild.
Beispiel: „Die Lichtführung von der Seite ließ die Oberfläche des Stoffs erkennbar werden.“Im Bildprompt ist sie eine der Angaben, die das Ergebnis am stärksten verändern.
Abgrenzung zur Farbstimmung: Die beschreibt die Farben, die Lichtführung ihre Richtung und Härte.
Was die Lichtführung ausmacht
Drei Größen. Die Richtung, aus der das Licht kommt, von vorn, von der Seite oder von hinten. Die Härte, also ob Schatten scharf abreißen oder weich auslaufen. Und das Verhältnis zwischen heller und dunkler Seite.
Aus diesen drei Angaben ergibt sich der Eindruck. Seitliches hartes Licht zeigt Struktur und wirkt streng; weiches Licht von vorn glättet und wirkt freundlich, nimmt dem Gegenstand aber seine Form.
Warum die Lichtführung im Bildprompt vorkommt
Weil Modelle sie als eigenständige Angabe verstehen und darauf deutlich reagieren. Dieselbe Beschreibung eines Gegenstands ergibt mit anderer Lichtangabe ein Bild, das kaum wiederzuerkennen ist.
Wer sie wegglässt, bekommt die Voreinstellung des Modells, und die ist meist ein gleichmäßig ausgeleuchtetes Bild ohne Tiefe. Das ist der häufigste Grund für Ergebnisse, die gestellt wirken.
Was eine brauchbare Lichtführung verlangt
Dass sie zur Aussage passt. Ein Produkt, das verlässlich wirken soll, verträgt kein dramatisches Gegenlicht; eine Aufnahme, die Atmosphäre tragen soll, verliert durch gleichmäßige Ausleuchtung ihren Grund.
Im Zweifel hilft die Frage nach der Quelle. Wo käme dieses Licht her, wenn die Szene wirklich wäre? Ein Bild, dessen Schatten in zwei Richtungen fallen, wirkt falsch, auch wenn niemand sagen kann, warum.