Kotlin ist die Sprache, in der heute Android-Anwendungen geschrieben werden. Sie läuft auf derselben virtuellen Maschine wie Java und ist dabei knapper.
- Kotlin
Eine statisch typisierte Programmiersprache, die auf derselben virtuellen Maschine wie Java läuft und sich mit Java-Code mischen lässt.
Beispiel: „Die Android-App wurde Schritt für Schritt von Java auf Kotlin umgestellt, Datei für Datei.“Herkunft: benannt nach der Insel Kotlin vor St. Petersburg, wo das entwickelnde Unternehmen JetBrains ein Büro hat. Die Sprache erschien 2011, Google erklärte sie 2019 zur bevorzugten für Android.
Was sie gegenüber Java gewinnt
Vor allem Kürze. Was in Java zwanzig Zeilen braucht, steht in Kotlin oft in fünf. Dazu kommt der Umgang mit fehlenden Werten: Die Sprache unterscheidet im Typ, ob etwas leer sein darf, und verhindert damit die häufigste Fehlerursache in Java-Programmen.
Gemeinsam ist beiden die Laufzeitumgebung. Kotlin-Code wird in dieselbe Zwischenform übersetzt, läuft auf derselben virtuellen Maschine und kann Java-Bibliotheken ohne Umweg benutzen.
Schrittweise umstellen
Genau diese Verträglichkeit macht den Wechsel praktikabel. Beide Sprachen dürfen in einem Projekt nebeneinander liegen, und eine Umstellung läuft Datei für Datei statt in einem großen Schnitt.
Für ein Projekt heißt das: Eine bestehende Android-App muss nicht neu geschrieben werden, um von Kotlin zu profitieren. Neue Teile entstehen darin, alte bleiben, bis jemand sie anfasst.
Über Android hinaus
Kotlin läuft auch auf dem Server, und mit Kotlin Multiplatform lassen sich Teile einer Anwendung für Android, iOS und Web gemeinsam schreiben. Im Webumfeld begegnet dir die Sprache trotzdem selten; dort ist Android ihr Zuhause.