Java ist eine Programmiersprache, die seit den neunziger Jahren große Unternehmensanwendungen trägt. Ihr Versprechen war, überall zu laufen.
- Java
Eine objektorientierte, statisch typisierte Programmiersprache, deren Programme in einer eigenen virtuellen Maschine laufen.
Beispiel: „Die Warenwirtschaft ist in Java geschrieben, die Website spricht nur über eine Schnittstelle mit ihr.“Abgrenzung zu JavaScript: Die beiden haben nichts miteinander zu tun. Der Namensanklang entstand 1995 aus einer Vermarktungsabsprache, als Java gerade in Mode war.
Einmal schreiben, überall laufen
Das war das Versprechen: Java-Code wird in eine Zwischenform übersetzt, die eine virtuelle Maschine auf jedem System ausführt, statt für einen bestimmten Rechner. Damit lief dasselbe Programm auf Windows, Linux und Großrechnern.
Diese Entscheidung erklärt beides, die lange Lebensdauer der Sprache und ihren Ruf, schwerfällig zu sein. Die virtuelle Maschine kostet Startzeit und Speicher; dafür läuft ein zwanzig Jahre altes Programm oft bis heute.
Wo sie zu Hause ist
In großen Unternehmen. Banken, Versicherungen, Logistik und Industrie betreiben ihre Kernsysteme in Java, und daran ändert sich wenig. Dazu kommt Android: Die Anwendungen dort sind in Java oder in ihrem Nachfolger Kotlin geschrieben.
Im Webumfeld begegnet dir Java deshalb selten als Sprache der Website, aber häufig als System dahinter. Wenn eine Seite Preise oder Bestände aus einem Warenwirtschaftssystem zieht, steht am anderen Ende oft Java.
Was das für ein Projekt bedeutet
Die Schnittstelle ist die Stelle, an der beide Welten sich treffen, und dort entstehen die meisten Fragen. Wie oft darf abgefragt werden, was passiert bei einer Zeitüberschreitung, wer meldet sich, wenn das System in Wartung geht.
Das sind Projektfragen und keine Sprachfragen. Sie zu klären, kostet erfahrungsgemäß mehr Zeit als die Anbindung selbst.