Kimi ist die Modellreihe des Anbieters Moonshot AI aus Peking, deren Gewichte offen verfügbar sind. Sie gehört zu den wenigen frei herunterladbaren Reihen, die in Vergleichen nah an die geschlossenen Spitzenmodelle herankommen.
- Kimi
Die Modellreihe des Anbieters Moonshot AI, deren Gewichte offen verfügbar sind.
Beispiel: „Für die Auswertung der Verträge lief Kimi auf eigener Hardware, weil die Texte das Haus nicht verlassen durften.“Die Reihe zählt in Punktversionen: K2 erschien im Juli 2025, K2 Thinking im November 2025, K2.5 im Januar 2026 und K2.6 im April 2026. Die Gewichte stehen auf Hugging Face.
Abgrenzung zu DeepSeek und Qwen: drei chinesische Reihen mit offenen Gewichten. Kimi ist auf lange Zusammenhänge und auf Aufgaben mit Werkzeugaufrufen zugeschnitten.
Wie die Reihe Kimi gebaut ist
Als Mixture of Experts. K2.6 trägt eine Billion Parameter, von denen je Aufruf rund 32 Milliarden arbeiten; das Kontextfenster fasst 256.000 Token, und als Eingabe sind neben Text auch Bild und Video möglich.
Diese Bauart ist der Grund, warum die Reihe trotz ihrer Größe bezahlbar läuft: Bezahlt wird die Rechenzeit der aktiven Parameter, siehe Mixture of Experts.
Was die offenen Gewichte ändern
Den Ort der Verarbeitung. Wer die Gewichte herunterlädt, betreibt das Modell im eigenen Haus oder bei einem Anbieter seiner Wahl; die Texte verlassen dabei das eigene Netz nicht, und niemand kann die Fassung abkündigen, die gerade läuft.
Der Preis dafür ist die Hardware. Eine Billion Parameter passen auf keinen gewöhnlichen Server, weshalb die meisten Nutzer die Reihe über gehostete Schnittstellen ansprechen und die offenen Gewichte als Rückfalloption behalten, siehe Open-Weight-Modelle.
Wofür Kimi in Betrieben in Frage kommt
Für Arbeiten mit vertraulichen Texten und für lange Vorgänge: Akten, Verträge, Protokolle, Codebestände. Dort zählt das große Kontextfenster mehr als die letzte Stelle in einer Rangliste.
Vor dem Einsatz gehören zwei Fragen geklärt: wo das Modell läuft und welche Herkunft im eigenen Haus vertretbar ist. Die offenen Gewichte beantworten die erste Frage, die zweite bleibt eine Entscheidung des Unternehmens.