Eine kompilierte Sprache wird vor dem Ausführen vollständig in Maschinencode übersetzt. Was danach läuft, ist das Übersetzte.
- Kompilierte Sprache
Eine Sprache, deren Quelltext vor der Ausführung vollständig in Maschinencode übersetzt wird; ausgeführt wird dann das Übersetzte.
Beispiel: „Go ist eine kompilierte Sprache: Am Ende steht eine ausführbare Datei, die den Quelltext nicht mehr braucht.“Herkunft: lateinisch compilare, zusammentragen. Der Compiler trägt die Teile eines Programms zu einem Ganzen zusammen.
Was der Übersetzungsschritt bringt
Zweierlei. Das fertige Programm läuft schneller, weil zur Laufzeit nichts mehr gelesen und gedeutet werden muss. Und der Übersetzer prüft den gesamten Code, bevor irgendetwas läuft, und meldet Fehler, die sonst erst im Betrieb aufgefallen wären.
Das zweite wiegt in großen Projekten schwerer als das erste. Ein Tippfehler in einem Zweig, der einmal im Jahr durchlaufen wird, fällt hier beim Übersetzen auf statt im Dezember beim Jahresabschluss.
Was er kostet
Zeit bei jeder Änderung. Wer eine Zeile ändert, muss neu übersetzen, bevor er das Ergebnis sieht. Bei kleinen Programmen dauert das Sekunden, bei großen Minuten, und genau das macht den Unterschied im Arbeitsgefühl gegenüber einer Skriptsprache.
Dazu kommt die Bindung an das Zielsystem. Übersetzt wird für eine bestimmte Art von Rechner und Betriebssystem; für ein anderes muss erneut übersetzt werden.
Wo sie im Webumfeld vorkommen
Selten in der Seite selbst, häufig daneben. Die Werkzeuge, mit denen Projekte gebaut werden, sind zunehmend in Rust oder Go geschrieben, weil sie damit spürbar schneller laufen. Auch Datenbanken und Webserver gehören hierher.