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Intrusion Detection System

oder auch IDS, IPS, Intrusion Prevention System

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 05.11.2026

Ein Intrusion Detection System ist ein System, das den Verkehr oder die Vorgänge auf einem Rechner auf Angriffe hin beobachtet und meldet. Abgekürzt wird es IDS.

Intrusion Detection System

Ein System, das den Verkehr oder die Vorgänge auf einem Rechner auf Angriffe hin beobachtet.
Beispiel: „Das Intrusion Detection System meldete den Verbindungsversuch zu einer bekannten Steueradresse.“

Auch: IDS. Die Variante, die zusätzlich eingreift und eine Verbindung abbricht, heißt Intrusion Prevention System oder IPS.

Abgrenzung zur Firewall: Die entscheidet nach festen Regeln, was durchgelassen wird. Das IDS sieht sich an, was durchgeht, und sucht darin nach Mustern.

Die beiden Arten der Erkennung in einem IDS

Nach Mustern und nach Abweichung. Die erste vergleicht den Verkehr mit Merkmalen bekannter Angriffe; sie ist zuverlässig und findet nichts, was noch niemand beschrieben hat. Die zweite lernt den Normalzustand und schlägt bei Abweichungen an; sie findet auch Neues und erzeugt dafür Fehlalarme, siehe False Positive. Ernst zu nehmende Systeme benutzen beides nebeneinander.

Wo ein Intrusion Detection System steht

Im Netz oder auf dem einzelnen Rechner. Ein Netz-IDS hängt an einer Stelle, durch die der Verkehr ohnehin läuft, und sieht alles, was dort vorbeikommt; verschlüsselten Verkehr sieht es allerdings nur von außen. Ein Rechner-IDS läuft auf dem System selbst, beobachtet Dateien, Prozesse und Anmeldungen und erkennt dadurch auch das, was verschlüsselt hereinkam. Beides hat blinde Flecken, und zwar verschiedene.

Worin der Unterschied zum IPS liegt

In einem einzigen Punkt: Das IDS meldet, das IPS greift ein. Technisch ist es dasselbe Werkzeug, nur anders eingehängt; das IPS sitzt im Weg und kann eine Verbindung abbrechen. Der Unterschied ist trotzdem erheblich, denn ein Fehlalarm beim IDS kostet Aufmerksamkeit und beim IPS den Zugang eines echten Kunden. Deshalb laufen IPS-Regeln in der Praxis oft monatelang zuerst im Meldebetrieb.

Was ein IDS nicht leistet

Es ersetzt niemanden. Ein System, das meldet, braucht jemanden, der die Meldung liest und einordnet; ohne das ist es eine Alarmanlage ohne Wachdienst, genau wie ein ungepflegtes SIEM. Dazu kommt, dass die Erkennung dem Angriff hinterherläuft: Wer gezielt vorgeht, prüft vorher, welche Muster anschlagen. Für kleinere Häuser ist deshalb die Reihenfolge wichtiger als das Werkzeug: erst aktualisieren und härten, dann beobachten.

Siehe auch:

SIEM

Ein System, das Meldungen aus vielen Quellen sammelt und auf Angriffe hin auswertet.

#Web-Security

Firewall

Ein Filter, der Netzverbindungen nach festen Regeln zulässt oder abweist.

#Hosting & Webserver

Web Application Firewall (WAF)

Ein Filter vor der Anwendung, der Anfragen auf bekannte Angriffsmuster prüft.

#Web-Security

Honeypot

Ein absichtlich angreifbares System, das Angreifer anziehen und beobachten soll.

#Web-Security

Logfile-Analyse

Die Auswertung der Protokolldateien eines Servers, um zu sehen, wer wann was abgerufen hat.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Incident Response

Das geordnete Vorgehen bei einem Sicherheitsvorfall, von der Erkennung bis zur Auswertung.

#Web-Security