Ein Interpreter liest Quelltext beim Ausführen und setzt ihn Schritt für Schritt um.
- Interpreter
Ein Programm, das Quelltext zur Laufzeit liest und unmittelbar ausführt, ohne vorher ein eigenständiges Programm zu erzeugen.
Beispiel: „Der Interpreter muss auf dem Server vorhanden sein, sonst läuft die Anwendung dort nicht.“Herkunft: lateinisch interpretari, auslegen. Er legt den Quelltext Schritt für Schritt aus, so wie ein Dolmetscher nebenher übersetzt.
Der Vorteil beim Arbeiten
Ändern, speichern, neu laden. Es gibt keinen Schritt dazwischen, und deshalb ist die Rückmeldung sofort da. Das ist der Grund, warum PHP und JavaScript im Web so verbreitet sind.
Der Preis liegt bei den Fehlern. Geprüft wird nur, was tatsächlich durchlaufen wird. Ein Tippfehler in einem Zweig, der einmal im Jahr greift, bleibt bis dahin unbemerkt.
Dass er mitgeliefert werden muss
Ein kompiliertes Programm läuft für sich. Interpretierter Code braucht das Programm, das ihn ausführt, und zwar in einer passenden Version. Daher die Angabe, eine Anwendung brauche PHP 8.3 oder neuer.
Das ist in Projekten regelmäßig die Stelle, an der es hakt: Der Server bringt eine ältere Fassung mit, als die Anwendung verlangt, und beides muss zusammengebracht werden, bevor irgendetwas läuft.
Dass die Grenze zum Compiler verschwimmt
Heutige Interpreter übersetzen häufig durchlaufene Stellen während der Ausführung in Maschinencode und führen danach diesen aus. Streng genommen wird also auch hier kompiliert, nur zu einem anderen Zeitpunkt und nur dort, wo es sich lohnt.