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Informationssicherheitsbeauftragter

oder auch ISB

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 05.11.2026

Der Informationssicherheitsbeauftragte ist die Person, die im Unternehmen für die Informationssicherheit zuständig ist. Abgekürzt wird die Rolle ISB.

Informationssicherheitsbeauftragter

Die Person, die im Unternehmen für die Informationssicherheit zuständig ist.
Beispiel: „Der Informationssicherheitsbeauftragte berichtet unmittelbar an die Geschäftsführung.“

Auch: ISB, Chief Information Security Officer, CISO. Die englische Bezeichnung meint in großen Häusern eine Leitungsfunktion, die deutsche eher eine Stabsrolle.

Abgrenzung zum Datenschutzbeauftragten: Der achtet auf den Umgang mit personenbezogenen Daten. Der ISB auf die Sicherheit aller Informationen, auch der nicht personenbezogenen.

Was ein Informationssicherheitsbeauftragter tut

Vier Aufgaben, von denen nur eine technisch ist. Die Richtlinien aufsetzen und pflegen, siehe Security Policy. Risiken erfassen und bewerten. Vorfälle begleiten und aufarbeiten. Und die Mitarbeiter schulen. Die Umsetzung selbst liegt bei der IT; der ISB prüft, berichtet und drängt.

Warum die Rolle unabhängig sein muss

Weil sie sonst gegen sich selbst prüft. Wer die Systeme betreibt und zugleich ihre Sicherheit beurteilt, hat jeden Anreiz, Befunde klein zu halten; deshalb berichtet der ISB in aller Regel an die Geschäftsführung und nicht an die IT-Leitung. In kleineren Häusern lässt sich das selten sauber trennen, und dann ist die ehrlichere Lösung eine externe Rolle für die Prüfung.

Wann die Rolle Pflicht ist

Wenn eine Vorgabe von außen es verlangt. Für Betreiber, die unter das BSI-Gesetz fallen, und für Häuser, die eine Zertifizierung nach einer Sicherheitsnorm anstreben, ist eine benannte Zuständigkeit vorgeschrieben; dasselbe verlangen große Auftraggeber zunehmend von ihren Lieferanten. Für alle anderen ist sie freiwillig, und die Frage ist weniger die Rolle als der Name: Irgendwer muss zuständig sein, sonst ist es niemand.

Siehe auch:

Security-Engineer

Die Person, die Sicherheitsmaßnahmen in Systemen plant und umsetzt.

#Web-Security

Security Policy

Das verbindliche Regelwerk eines Unternehmens für den Umgang mit Informationen und Technik.

#Web-Security

Incident Response

Das geordnete Vorgehen bei einem Sicherheitsvorfall, von der Erkennung bis zur Auswertung.

#Web-Security

Sicherheitsaudit

Die systematische Prüfung eines Systems oder einer Organisation gegen einen festgelegten Maßstab.

#Web-Security

Datenpanne

Ein Vorfall, bei dem personenbezogene Daten abfließen, verloren gehen oder unbefugt verändert werden.

#Web-Security

Security Monitoring

Die laufende Beobachtung von Systemen auf Anzeichen eines Angriffs.

#Web-Security