Ein Datenaustauschformat legt fest, wie Daten zwischen zwei Systemen übertragen werden, die einander sonst nicht kennen.
- Datenaustauschformat
Ein vereinbartes Format, in dem Daten zwischen Systemen übertragen werden, unabhängig davon, in welcher Sprache beide geschrieben sind.
Beispiel: „Als Datenaustauschformat liefert die Warenwirtschaft XML, die Website erwartet JSON.“Auch: Austauschformat, Serialisierungsformat.
Warum es eine Vereinbarung braucht
Ein Objekt im Speicher ist an die Sprache gebunden, die es angelegt hat. Verlässt es den Rechner, muss es in eine Form gebracht werden, die auch die Gegenseite lesen kann: in Text oder in eine Folge von Bytes.
Dieser Vorgang heißt Serialisieren, der Rückweg Deserialisieren. Das Austauschformat ist die Vereinbarung darüber, wie das Ergebnis aussieht.
Die verbreiteten
JSON ist heute der Normalfall für Schnittstellen im Web. XML trägt ältere Unternehmensschnittstellen und alles, wo ein Schema zur Prüfung gebraucht wird. CSV ist die einfachste Form und für Tabellen weiterhin die praktischste.
Dazu kommen binäre Formate wie Protocol Buffers, die weniger Platz brauchen und schneller zu verarbeiten sind. Lesbar sind sie nicht, was die Fehlersuche erschwert; im Web spielen sie deshalb eine Nebenrolle.
Worüber im Projekt gestritten wird
Selten über das Format selbst, fast immer über Zeichenkodierung, Datumsformat und Dezimaltrennzeichen. Eine Datei in UTF-8, ein Datum nach ISO 8601 und ein Punkt als Dezimaltrennzeichen lösen die meisten Fälle, bevor sie entstehen.
In unseren über 2.500 Website-Projekten war die zweithäufigste Ursache für Pannen bei Schnittstellen, dass eine Seite leere Felder weglässt und die andere sie erwartet. Auch das gehört vorher vereinbart.