XML ist eine Auszeichnungssprache, mit der sich eigene Dokumentformate definieren lassen. Vor JSON war es das Format für den Datenaustausch.
- XML
Eine Auszeichnungssprache, die keine eigenen Elemente vorgibt, sondern die Regeln, nach denen sich eigene Formate festlegen lassen.
Beispiel: „Die Produktdaten kommen als XML, weil das Warenwirtschaftssystem nichts anderes liefert.“Die Abkürzung steht für Extensible Markup Language, auf Deutsch etwa erweiterbare Auszeichnungssprache.
Abgrenzung zu HTML: HTML hat eine feste Menge von Elementen mit vereinbarter Bedeutung. XML gibt nur die Form vor; welche Elemente es gibt, legt das jeweilige Format fest.
Was es kann und JSON nicht
Drei Dinge. Attribute an einem Element, mit denen sich Angaben über den Inhalt vom Inhalt trennen lassen. Namensräume, damit Formate verschiedener Herkunft in einem Dokument koexistieren. Und ein Schema, gegen das sich ein Dokument maschinell prüfen lässt.
Für Dokumente ist das wertvoll, für den schlichten Datenaustausch meist zu viel. Genau deshalb hat JSON dort übernommen.
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<produkte>
<produkt id="4711" waehrung="EUR">
<titel>Stuhl</titel>
<preis>89.00</preis>
</produkt>
</produkte>Wo du ihm weiterhin begegnest
In der Sitemap einer Website, in RSS-Feeds, in Office-Dateien, deren Formate darauf beruhen, und in Schnittstellen älterer Unternehmenssysteme. Wer Daten aus einer Warenwirtschaft holt, bekommt sie häufig als XML.
Dazu kommt SVG: Vektorgrafiken im Web sind XML-Dokumente, auch wenn man sie selten als solche liest.
Dass Zeichen maskiert werden müssen
Spitze Klammern und das kaufmännische Und haben im Markup eine Bedeutung und müssen im Text ersetzt werden. Wer Inhalte aus einem Redaktionssystem in XML schreibt, ohne das zu beachten, erzeugt Dokumente, die kein Leser mehr öffnen kann.