TypeScript ist JavaScript mit Typangaben. Es wird vor der Auslieferung in gewöhnliches JavaScript übersetzt.
- TypeScript
Eine Erweiterung von JavaScript um Typangaben, die beim Übersetzen geprüft werden und danach verschwinden.
Beispiel: „Seit das Projekt auf TypeScript läuft, fallen Tippfehler im Feldnamen beim Übersetzen auf.“Auch: TS.
Abgrenzung zu JavaScript: Jedes gültige JavaScript ist auch gültiges TypeScript. Umgekehrt gilt das nicht, weil die Typangaben im Browser nichts zu suchen haben.
Was die Typangaben bringen
Sie machen aus einem Laufzeitfehler einen Fehler beim Schreiben. Wer einer Funktion einen Text übergibt, wo sie eine Zahl erwartet, bekommt eine Meldung, bevor irgendetwas ausgeliefert wurde.
Der zweite Gewinn ist der Editor. Weil der Datentyp bekannt ist, kann er vorschlagen, welche Felder ein Objekt hat, und beim Umbenennen alle Stellen mitziehen. In großen Projekten spart das mehr Zeit als die Typangaben kosten.
// TypeScript: die Angaben stehen hinter dem Doppelpunkt
function bruttoPreis(netto: number, satz: number): number {
return netto * (1 + satz);
}
bruttoPreis(19.99, 0.19); // in Ordnung
// bruttoPreis("19.99", 0.19); Fehler beim ÜbersetzenDass nichts davon im Browser ankommt
Ein Transpiler entfernt die Typangaben und gibt gewöhnliches JavaScript aus. Der Browser sieht TypeScript nie. Deshalb hilft es auch nicht gegen Daten, die zur Laufzeit falsch ankommen: Was eine Schnittstelle liefert, muss weiterhin geprüft werden.
Das wird regelmäßig missverstanden. Die Typangaben sind eine Zusage innerhalb des eigenen Codes und keine Prüfung an der Außengrenze.
Wann sich der Wechsel lohnt
Mit der Zahl der Beteiligten und der Lebensdauer. Ein Skript von hundert Zeilen braucht es nicht. Eine Anwendung, an der mehrere Menschen über Jahre arbeiten, gewinnt deutlich, und der Wechsel lässt sich schrittweise vollziehen.