Der Textfluss ist die vorgegebene Anordnung, in der Elemente auf der Seite erscheinen: in der Reihenfolge des Markups, Blockelemente untereinander, Inline-Elemente nebeneinander. Jede Gestaltung geht von ihm aus.
- Textfluss
Die vorgegebene Anordnung, in der Elemente nacheinander auf der Seite erscheinen.
Beispiel: „Das Element wurde aus dem Textfluss genommen und überlagert seitdem den Absatz darunter.“Welche Rolle ein Element im Fluss spielt, bestimmt die display-Eigenschaft.
Auch: normaler Fluss, Normalfluss.
Was den Textfluss bestimmt
Die Reihenfolge im Markup und die Art der Elemente. Ein Blockelement beansprucht die volle Breite und beginnt eine neue Zeile; ein Inline-Element reiht sich in die laufende Zeile ein und bricht mit ihr um.
Dazu die Leserichtung. Im Deutschen läuft der Fluss von links nach rechts und von oben nach unten; in anderen Schriftrichtungen kehrt er sich um, weshalb moderne Angaben von Anfang und Ende sprechen statt von links und rechts.
Was den Textfluss verlässt
Alles, was absolut positioniert oder mit float herausgenommen wird. Solche Elemente beanspruchen keinen Platz mehr, weshalb der Rest zusammenrückt und sie überlagert werden können.
Das ist der häufigste Grund für Darstellungen, die niemand erklären kann: Ein Element ist da, nimmt aber keinen Raum ein, und die Lücke, die es hinterlässt, sucht man an der falschen Stelle.
Warum die Reihenfolge im Textfluss zählt
Weil mehr als das Auge ihr folgt. Die Tastaturbedienung geht die Elemente in der Reihenfolge des Markups durch, und ein Vorleseprogramm liest sie in derselben Folge vor.
Wer die sichtbare Anordnung über die Gestaltung umstellt, ohne das Markup zu ändern, erzeugt deshalb zwei verschiedene Reihenfolgen. Für Tastaturnutzer springt der Fokus dann quer über die Seite.