Eine Stylesheet-Sprache beschreibt, wie ausgezeichneter Inhalt aussehen soll, getrennt von dem Inhalt selbst.
- Stylesheet-Sprache
Eine Sprache, in der die Darstellung ausgezeichneter Inhalte beschrieben wird, getrennt von den Inhalten selbst.
Beispiel: „CSS ist die Stylesheet-Sprache des Web und praktisch ohne Konkurrenz.“Auch: Stilsprache. Das englische stylesheet meint das Stilblatt, nach dem ein Verlag seine Veröffentlichungen einheitlich setzt.
Die Trennung von Inhalt und Darstellung
Der Gedanke dahinter ist älter als das Web: Was etwas ist, und wie es aussieht, werden getrennt aufgeschrieben. Dadurch lässt sich dasselbe Dokument verschieden darstellen, am Bildschirm, auf Papier, über eine Sprachausgabe.
Praktisch heißt das, dass eine Gestaltungsänderung keine Inhalte anfasst. Eine neue Farbe für alle Überschriften ist eine Zeile in einer Datei und keine Änderung an tausend Seiten.
Dass es im Web nur eine gibt
CSS hat sich durchgesetzt, und ernsthafte Alternativen gibt es nicht. Was wie eine aussieht, ist meist ein Präprozessor: SCSS, Sass und Less erweitern die Schreibweise und werden vor der Auslieferung zu gewöhnlichem CSS übersetzt.
Die Erweiterungen, für die man früher einen Präprozessor brauchte, sind inzwischen größtenteils in CSS selbst angekommen: eigene Eigenschaften, Verschachtelung, Rechnen mit Einheiten.
Was eine Stylesheet-Sprache nicht kann
Entscheiden. CSS kann unterschiedlich darstellen, je nach Bildschirmbreite oder Vorliebe für dunkle Darstellung, aber es kann nicht rechnen im eigentlichen Sinn und keine Daten holen.
Wo das gebraucht wird, kommt JavaScript ins Spiel. Die Trennung ist dieselbe wie zwischen Auszeichnung und Programmierung: beschreiben auf der einen Seite, anweisen auf der anderen.