Prozedurale Programmierung ordnet ein Programm nach Arbeitsschritten. Die Daten liegen daneben und werden durchgereicht.
- Prozedurale Programmierung
Eine Art, ein Programm zu ordnen: als Folge benannter Arbeitsschritte, die Daten entgegennehmen und verändert zurückgeben.
Beispiel: „Für ein Skript, das eine Tabelle einliest und umrechnet, ist prozedurale Programmierung völlig ausreichend.“Auch: imperative Programmierung, wenn allgemeiner die Abfolge von Anweisungen gemeint ist.
Abgrenzung zur Objektorientierung: Dort gehören Daten und die Funktionen darauf zusammen. Hier sind sie getrennt, und die Funktionen bekommen die Daten übergeben.
Der Aufbau
Ein Programm beginnt oben und arbeitet sich nach unten, unterbrochen von Aufrufen an Funktionen, die abgegrenzte Teilaufgaben erledigen. Die Daten liegen in Variablen und werden von einer Funktion zur nächsten gereicht.
Das ist die Art, wie die meisten das Programmieren zuerst lernen, und sie ist für viele Aufgaben die passende. Ein Skript, das eine Datei liest, etwas umrechnet und das Ergebnis schreibt, braucht nichts anderes.
Wo sie an Grenzen stößt
Sobald viele Funktionen auf denselben Daten arbeiten. Dann ist nicht mehr absehbar, wer was verändert, und eine Änderung an einer Stelle zeigt Wirkung an einer anderen. Genau dafür wurde die Objektorientierung entwickelt.
Die Grenze verläuft dort, wo niemand mehr sagen kann, welche Teile des Programms einen bestimmten Wert anfassen. An einer Zeilenzahl festmachen lässt sie sich nicht.
Dass beides nebeneinander vorkommt
Kaum ein Projekt ist durchgehend das eine oder das andere. Ein Redaktionssystem ist objektorientiert aufgebaut, und die Vorlage, die daraus eine Seite macht, liest sich prozedural: oben anfangen, Werte einsetzen, unten fertig sein.
Für ein Gespräch über ein Projekt zählt deshalb weniger das Etikett als die Frage, ob die Regeln an einer Stelle stehen oder verstreut sind.