Die Modellversion ist bei KI der genaue Stand eines Modells, unter dem es angefordert und abgerechnet wird. Sie steht eine Stufe unter der Modellvariante, die wiederum zu einer Modellfamilie gehört.
- Modellversion
Der genaue Stand eines Modells, unter dem es angefordert und abgerechnet wird.
Beispiel: „Nach dem Wechsel der Modellversion hielt sich das Modell nicht mehr an die Formatvorgabe.“Wie sie benannt wird: je Anbieter anders, häufig mit einem Datum im Namen. Daneben gibt es einen Namen ohne Datum, der immer auf den neuesten Stand zeigt, und genau der macht Anwendungen unvorhersehbar.
Der Begriff gilt außerhalb der KI genauso. Bei Software bezeichnet eine Modellversion den Ausgabestand eines Programms, bei Geräten den Stand einer Baureihe, etwa eines Fahrzeugmodells oder eines Telefons; dort steht meist eine Nummer oder ein Jahr dahinter.
Bei Geräten und Maschinen wird die Modellversion zusätzlich über eine Typenbezeichnung geführt, an der Ersatzteile und Zulassungen hängen. Der gemeinsame Kern aller Verwendungen ist derselbe: ein benannter, nachprüfbarer Stand innerhalb einer Reihe.
Warum der Name ohne Datum eine Falle ist
Weil sich die Anwendung dann unter der Hand ändert. Ein Anbieter schiebt einen neuen Stand nach, und eine Anwendung, die nur die Variante anfordert, bekommt ihn ohne jede Ankündigung. Antworten verschieben sich, Formate brechen, Kosten steigen, und in der Fehlersuche fehlt der Anhaltspunkt, weil am eigenen Code nichts geändert wurde.
Was deshalb in die Anwendung gehört
Der Name mit Datum, an einer Stelle hinterlegt, und derselbe Name im Protokoll jeder Antwort. Wer später erklären soll, wie eine Auskunft entstanden ist, braucht diesen Vermerk; ohne ihn ist die Frage nicht beantwortbar. Bei Anwendungen mit Nachweispflichten ist das keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.
Was ein Versionswechsel im Alltag bedeutet
Einen kurzen Abnahmelauf, keinen Neubau. Zwanzig echte Fälle, erwartete Antworten daneben, Durchlauf mit dem neuen Stand: Danach weiß man, ob die Anweisungen noch tragen. Diese Liste anzulegen kostet einen halben Tag und spart ihn bei jedem Wechsel wieder ein, und Wechsel kommen inzwischen zwei- bis dreimal im Jahr.