Liquid ist die Template-Sprache von Shopify und Jekyll. Sie ist abgeschottet genug, um fremde Vorlagen gefahrlos auszuführen.
- Liquid
Eine Template-Sprache von Shopify, die so abgeschottet ist, dass sich darin auch Vorlagen fremder Herkunft gefahrlos ausführen lassen.
Beispiel: „Das Shopify-Theme ist in Liquid geschrieben und lässt sich ohne Zugriff auf den Server anpassen.“Herkunft: englisch liquid, flüssig. Shopify stellte die Sprache 2006 vor und gab sie frei.
Sicher, weil eingeschränkt
Liquid wurde für einen Fall gebaut, den andere Vorlagensprachen nicht kennen: Der Betreiber der Plattform führt Vorlagen aus, die seine Kunden geschrieben haben. Damit darf eine Vorlage nichts anstellen können.
Also gibt es keinen Zugriff auf Dateien, keine Systemaufrufe und keine Möglichkeit, beliebigen Code auszuführen. Was eine Vorlage sehen darf, bestimmt allein das, was ihr übergeben wurde.
Filter und Tags
Werte lassen sich über Filter umformen, ähnlich wie in Twig. Schleifen und Bedingungen stehen in geschweiften Klammern mit Prozentzeichen. Wer eines der beiden kennt, liest das andere.
Für Shops bringt Liquid eigene Objekte mit: Produkte, Varianten, Warenkorb, Kunde. Der größte Teil der Arbeit an einem Theme besteht darin, diese richtig auszugeben.
Wo sie vorkommt
In jedem Shopify-Theme und in Jekyll, dem Werkzeug, aus dem GitHub Pages entstanden sind. Für ein Projekt heißt das: Wer einen Shopify-Shop anpassen lässt, bezahlt Arbeit in Liquid.
Die Grenze ist dabei die Abschottung selbst. Was die Plattform nicht an die Vorlage übergibt, lässt sich auch nicht anzeigen; dann führt der Weg über eine Schnittstelle oder eine App.