Hypertext ist die Idee, die das Web trägt: Texte, die über Verweise miteinander verbunden sind und in beliebiger Reihenfolge gelesen werden können.
- Hypertext
Text, der über Verweise mit anderen Texten verbunden ist und deshalb nicht in einer festen Reihenfolge gelesen werden muss.
Beispiel: „Hypertext steckt im Namen HTML an erster Stelle.“
Der Gedanke
Ein gedrucktes Buch hat eine Reihenfolge: vorn anfangen, hinten aufhören. Hypertext löst diese Ordnung auf. Jede Stelle kann auf jede andere zeigen, und der Leser entscheidet, welchem Verweis er folgt.
Geprägt wurde das Wort in den 1960er Jahren von Ted Nelson, lange vor dem Web. Umgesetzt wurde die Idee in vielen Systemen; durchgesetzt hat sie sich mit dem World Wide Web, weil dort die Verweise erstmals über Rechnergrenzen hinweg funktionierten.
Was daraus folgt
Weil jede Seite ein Einstieg sein kann, muss jede für sich verständlich sein. Wer über eine Suchmaschine auf einer Unterseite landet, hat die Startseite nie gesehen. Das ist der Grund, warum sich Texte im Web anders aufbauen als in einer Broschüre.
Der Anker im Namen
Das Element für einen Link heißt a, von anchor, dem Anker. Die Bezeichnung stammt aus der Zeit, als ein Verweis zwei Enden hatte: eine Stelle, von der er ausgeht, und eine, an der er festmacht.