Der Browser-Cache ist der Zwischenspeicher im Browser, der Dateien einer Website auf dem Gerät des Besuchers behält. Beim zweiten Aufruf holt der Browser Bilder, Stylesheets und Skripte von der Festplatte statt aus dem Netz.
- Browser-Cache
Der Zwischenspeicher im Browser, der Dateien einer Website auf dem Gerät des Besuchers behält.
Beispiel: „Im Browser-Cache lag noch das alte Logo, obwohl auf dem Server längst das neue stand.“Auch: Browser-Zwischenspeicher. Jeder Browser und jedes Profil hat seinen eigenen; was im einen liegt, kennt der andere nicht.
Abgrenzung zum CMS-Cache: Der liegt auf dem Server und gilt für alle Besucher gemeinsam. Der Browser-Cache liegt auf einem Gerät und gilt für einen Menschen.
Anwendungsfall: Er ist der Grund dafür, dass eine Website beim ersten Besuch messbar langsamer ist als bei jedem weiteren. Messungen gehören deshalb immer mit leerem Zwischenspeicher gefahren.
Was im Browser-Cache landet
Alles, was mehrfach gebraucht wird und sich selten ändert: Bilder, Schriften, Stylesheets und Skripte. Diese Dateien machen bei einer gewöhnlichen Seite den größten Teil der übertragenen Menge aus.
Das HTML selbst bleibt meist draußen oder nur für Minuten drin, weil es den Inhalt trägt und sich jederzeit ändern kann. Antworten auf abgeschickte Formulare und Seiten hinter einer Anmeldung gehören ausdrücklich nie hinein.
Wie lange der Browser-Cache etwas behält
So lange, wie die Website es ansagt. Die Dauer kommt aus den Cache-Headern der Antwort; der Browser hält sich daran, bis die Frist abläuft oder der Platz knapp wird.
Übliche Praxis: Dateien mit einem Namen, der bei jeder Änderung mitwandert, bekommen ein Jahr. Das leistet jeder Build-Vorgang von selbst, indem er eine Kennung in den Dateinamen schreibt. Eine neue Fassung hat dann einen neuen Namen, und der Browser lädt sie, ohne dass jemand etwas leeren muss.
Warum der Browser-Cache alte Dateien ausliefert
Weil eine Datei mit festem Namen und langer Frist im Zwischenspeicher liegt, während auf dem Server schon die neue steht. Das ist der Fall, in dem eine Änderung bei einem Menschen ankommt und beim nächsten nicht, und er lässt sich mit einem Hard Reload am eigenen Gerät umgehen.
Verlassen darf sich darauf niemand, denn kein Besucher drückt diese Tasten. Die Lösung liegt bei den Dateinamen und den Fristen, und solange beides stimmt, kommt eine Änderung bei jedem an.